Einen erwachsenen Norfolk Terrier zu adoptieren, hat große Vorteile: Seine Persönlichkeit ist bereits erkennbar, und dank seiner hohen Trainierbarkeit lernt er auch im fortgeschrittenen Alter schnell neue Regeln. Gleichzeitig bringt ein Hund aus dem Tierschutz immer eine eigene Vorgeschichte mit. Manche Tiere zeigen sich anfangs verunsichert durch den Verlust ihrer Bezugspersonen, andere testen mit terriertypischem Selbstbewusstsein direkt die neuen Hausregeln aus. Auch die Verträglichkeit mit anderen Hunden ist individuell unterschiedlich ausgeprägt.
Gesundheitlich gelten Norfolk Terrier als robuste Hunde mit einer Lebenserwartung von 12–15 Jahren, bringen aber vereinzelt rassetypische Themen bei Knien, Herz und Augen mit. Zu den bekannten Risiken zählen Patellaluxation (PL, eine Kniescheibenverrenkung), Katarakt und andere Augenanomalien sowie die Hauterkrankung Ichthyose. Im Klub für Terrier von 1894 e.V. ist die Untersuchung auf Patellaluxation vorgeschrieben; zudem lassen verantwortungsvolle Züchter ihre Tiere zusätzlich per Augenuntersuchung auf Katarakt prüfen und nutzen Gentests für Ichthyose, um das Risiko für diese Erkrankungen in ihren Linien zu senken.
Stammt ein Hund im Tierschutz aus unbekannter Herkunft oder von unseriösen Vermehrern, fehlen solche Voruntersuchungen der Elterntiere oft. Lass deinen adoptierten Terrier daher zeitnah tierärztlich durchchecken. Mit gelenkschonender Bewegung, einem gesunden Gewicht und regelmäßigen Kontrollen von Augen und Herz unterstützt du ihn optimal dabei, lange aktiv zu bleiben.