Im Tierheim triffst du auf einen Charakterhund, der trotz seiner hohen Trainierbarkeit (5 von 5) durch den Stress im Zwinger anfangs überdreht oder zurückhaltend wirken kann. Viele Hunde bringen bereits einen Grundgehorsam mit, während andere erst noch lernen müssen, ihre Jagdleidenschaft in geordnete Bahnen zu lenken. Die Verträglichkeit mit anderen Hunden und die Eignung für Kinder liegen im mittleren Bereich – hier entscheidet immer die individuelle Vorgeschichte.
Gesundheitlich gelten Parson Russell Terrier insgesamt als sehr robuste Hunde, bringen aber rassetypisch einzelne Themen bei Knien, Augen, Ohren und Nervenerkrankungen mit. Zu den bekannten Risiken zählen unter anderem Patellaluxation (Kniescheibenverrenkung), Augenerkrankungen wie Katarakt, Linsenluxation, Primäres Offenwinkelglaukom, Progressive retinale Atrophie, Retinadysplasie sowie Ektropium und Entropium. Auch Themen wie Zerebelläre Abiotrophie, Kongenitales Myasthenes Syndrom, Globoidzell-Leukodystrophie, Ichthyose oder Harnsteine (Urolithiasis) kommen in der Rasse vor. Ein gesundheitsorientierter Züchter lässt Knie, Augen und das Gehör der Elterntiere klinisch prüfen und nutzt verfügbare Tests auf erbliche Nervenerkrankungen, um das Risiko in seiner Linie gezielt zu senken.
Bei einem Hund aus dem Tierschutz kennst du die genetische Linie der Eltern oft nicht, vor allem wenn er ursprünglich von unseriösen Vermehrern stammt. Im Tierheim sind meist Impfungen, Chip und eine allgemeine Eingangsuntersuchung abgedeckt; lass dir die tierärztlichen Unterlagen vor der Adoption genau zeigen. Plane nach dem Einzug regelmäßige Kontrollen von Augen, Ohren und Knien bei deinem Tierarzt ein und halte deinen Terrier schlank, damit er lange fit und aktiv bleibt.