Ein Petit bleu de Gascogne begegnet seinen Menschen grundsätzlich freundlich, ausgeglichen und sehr anhänglich. Da er historisch oft in der Meute gehalten wurde, ist seine Verträglichkeit mit anderen Hunden meist hervorragend (4/5). Dennoch bringt ein Hund aus dem Tierschutz eine Vorgeschichte mit: Manche kennen das Leben im Haus, Stubenreinheit oder das Alleinbleiben noch gar nicht und reagieren anfangs verunsichert auf Umweltreize.
Gesundheitliche Aspekte beim Petit bleu de Gascogne
Der Petit bleu de Gascogne gilt mit einer Lebenserwartung von 10 bis 12 Jahren als robuster Hund, bringt aber spezifische gesundheitliche Baustellen mit. Seine langen Hängeohren neigen zu Entzündungen, wenn sie nicht regelmäßig kontrolliert und trocken gehalten werden. Zudem bestehen rassetypische Risiken für Hüftgelenksdysplasie (HD) – deren Untersuchung zum empfohlenen Gesundheits-Standard der Rasse gehört –, Ellenbogendysplasie (ED), Augenlid-Fehlstellungen wie Ektropium und Entropium sowie Faktor-XI-Mangel (eine Blutgerinnungsstörung) und Magendrehung.
Während ein gesundheitsorientierter Züchter das Risiko für diese Erkrankungen senkt, indem er Hüften, Augen und Herzen der Elterntiere per Röntgen- und klinischer Untersuchung prüfen lässt, nach Fällen in der Linie fragt und nur Hunde ohne chronische Ohrenprobleme einsetzt, ist die genetische Vorgeschichte im Tierheim oft unbekannt. Stammt der Hund von unseriösen Vermehrern, fanden solche Vorsorgeuntersuchungen der Elterntiere nicht statt. Lass dir im Tierheim daher alle vorhandenen tierärztlichen Befunde zeigen und plane nach der Adoption einen gründlichen Check-up bei deinem Tierarzt ein.