Als ursprüngliche Rasse gilt der Podengo Portugues (Rauhhaar Klein) als sehr robust, bringt jedoch vereinzelt gesundheitliche Themen bei den Augen und den Gelenken der Hinterhand mit. Im Deutschen Windhundzucht- und Rennverband e.V. (DWZRV) sind für die Zuchtzulassung daher gezielte Untersuchungen vorgeschrieben, die das Risiko für den Nachwuchs deutlich senken.
Augenuntersuchungen und Gentests
Rassetypisch können vererbbare Augenkrankheiten wie der Katarakt (Grauer Star) sowie die Progressive retinale Atrophie (generalisierte Form) auftreten, bei der die Netzhaut schrittweise degeneriert. Ein seriöser Züchter lässt seine Zuchttiere regelmäßig klinisch durch einen Fachtierarzt für Augenheilkunde untersuchen. Für eine spezifische Unterform, die PRCD-assoziierte Progressive Stäbchen-Zapfen-Degeneration (prcd-PRA), existiert zudem ein etablierter DNA-Test. Dieser Gentest zeigt zuverlässig, ob ein Elterntier frei, Anlageträger oder betroffen ist. Verpaart der Züchter einen Anlageträger ausschließlich mit einem getesteten, freien Partner, erbt kein Welpe die getestete Mutation von beiden Eltern; das Risiko für diese spezielle Form der Erblindung sinkt dadurch deutlich.
Kniescheiben und Hüftgelenke im Blick behalten
Wie viele kleine Rassen hat auch der kleine Podengo ein Risiko für Patellaluxation (PL), ein schmerzhaftes Herausspringen der Kniescheibe. Eine tierärztliche Tastuntersuchung vor dem Zuchteinsatz ist im Verein Pflicht und senkt das Risiko für betroffene Nachkommen. Ein weiteres rassetypisches Thema ist die Legg-Calvé-Perthes-Krankheit (LCPD), eine Durchblutungsstörung des Oberschenkelkopfes im Wachstumsalter. Da es hierfür keinen Gentest gibt, klären engagierte Züchter dieses Risiko freiwillig per Röntgen ab und achten streng darauf, ob in ihren Zuchtlinien Fälle bekannt sind. Du selbst trägst im ersten Lebensjahr durch eine gelenkschonende Aufzucht – also kein Treppensteigen und keine Überlastung beim Spielen – maßgeblich zur Gesunderhaltung bei.