Riesenschnauzer haben eine Lebenserwartung von 10 bis 12 Jahren und gelten im Grundsatz als robust. Dennoch bringt die Rasse spezifische gesundheitliche Risiken bei Gelenken, Augen, Schilddrüse, Herz und Harnwegen mit. Der Pinscher-Schnauzer-Klub 1895 e.V. schreibt daher die Untersuchung auf Hüftgelenksdysplasie (HD), den Gentest auf Hyperuricosurie (HUU) und eine Augenuntersuchung vor; weitere Untersuchungen sind zusätzlich empfohlen. An beidem solltest du dich beim Welpenkauf orientieren.
Ein zentrales Thema bei dieser Gewichtsklasse ist die Hüftgelenksdysplasie (HD); seriöse Züchter lassen Hüften und zusätzlich oft die Ellenbogen der Elterntiere röntgen, um das Risiko für Gelenkprobleme bei den Nachkommen zu senken. Im Bereich der Augen treten rassetypisch Augenanomalien wie die generalisierte Progressive Retinale Atrophie (PRA) und die Retinadysplasie auf – hier gibt eine fachärztliche Augenuntersuchung der Elterntiere Aufschluss. Zudem besteht ein Risiko für die Primäre Schilddrüsenunterfunktion sowie für Herzerkrankungen wie die Dilatative Kardiomyopathie (DCM). Verantwortungsbewusste Züchter behalten die Schilddrüsenwerte per Blutbild im Blick und lassen das Herz der Zuchttiere kardiologisch untersuchen.
Besonders wichtig beim Riesenschnauzer ist die Hyperuricosurie (HUU), eine erbliche Stoffwechselstörung, die zu Urolithiasis (Harnsteinen) führen kann. Für HUU gibt es einen etablierten Gentest: Er zeigt klar, ob ein Elterntier frei, Anlageträger oder betroffen ist. Ein seriöser Züchter verpaart Anlageträger ausschließlich mit getesteten, freien Partnern, um das Risiko zu senken, dass Welpen daran erkranken. Achte selbst im späteren Hundeleben auf eine gelenkschonende Aufzucht, ein schlankes Gewicht und plane regelmäßige tierärztliche Kontrollen für Herz, Augen und Schilddrüse ein.