Ein Sarplaninac im Tierheim hat oft den Verlust seiner Bezugspersonen und seines vertrauten Reviers erlebt. Erwarte in der ersten Zeit keinen Hund, der sich sofort jedem freudig anschließt. Diese Rasse bindet sich tief, braucht aber Zeit, um Vertrauen aufzubauen. Sobald er sich eingelebt hat, wird auch sein tief verwurzelter Beschützerinstinkt sichtbar. Er ist nicht grundlos aggressiv, nimmt seine Aufgabe als Wächter aber sehr ernst.
Gesundheitliche Aspekte beim Sarplaninac
Sarplaninac gelten bei guter Zucht als robuste Hunde mit einer Lebenserwartung von 11 bis 13 Jahren. Durch ihre Größe und ihr Gewicht bringen sie jedoch rassetypische Risiken für Gelenke, Hüften und Augen mit. Seriöse Züchter lassen Hüften, Ellenbogen und Augen der Elterntiere prüfen, um orthopädische Risiken wie Hüftgelenksdysplasie (HD) und Ellenbogendysplasie (ED) in der Linie zu senken; Untersuchungen auf HD und ED gehören zum empfohlenen Gesundheits-Standard der Rasse. Stammt ein Tierheimhund aus unbekannter Herkunft oder von unseriösen Vermehrern, fehlen solche Vorsorgeuntersuchungen der Eltern oft.
Weitere rassetypische Gesundheitsthemen sind Fehlstellungen der Augenlider (Ektropium oder Entropium), die Herzerkrankung Dilatative Kardiomyopathie (DCM) sowie im fortgeschrittenen Alter die Degenerative Myelopathie (DM), eine neurologische Erkrankung des Rückenmarks. Achte bei deinem adoptierten Sarplaninac konsequent auf ein gesundes Gewicht und kontrolliere regelmäßig seine Augen, damit mögliche Probleme frühzeitig tierärztlich behandelt werden können.