Einen Schapendoes adoptieren: Warum der niederländische Hütehund im Tierheim landet
Einen Schapendoes aus dem Tierheim aufzunehmen, ist eine wunderbare Entscheidung, die dein Leben über viele Jahre bereichern wird. Dass diese freundlichen, menschenbezogenen Hunde überhaupt ein neues Zuhause suchen, liegt selten am Charakter des einzelnen Tieres, sondern an veränderten Lebensumständen der Vorbesitzer oder an unterschätzten rassetypischen Bedürfnissen.
Ursprünglich wurde der Schapendoes in den Niederlanden als beweglicher Hütehund für Schafherden gezüchtet. Dieses Erbe steckt bis heute in ihm: Mit einem hohen Energielevel (4 von 5) und seiner großen Intelligenz fordert er täglich körperliche Bewegung und geistige Aufgaben ein. Wer ihn rein als gemütlichen Begleiter für kurze Runden um den Block angeschafft hat, stößt im Alltag schnell an Grenzen. Unterforderte Hütehunde suchen sich ihre eigenen Aufgaben, werden übermäßig wachsam oder entwickeln aus Frust Verhaltensweisen, denen manche Halter nicht mehr gewachsen sind.
Hinzu kommt das lange, wellige Fell mit seiner dichten Unterwolle. Wird die regelmäßige Fellpflege im stressigen Familienalltag vernachlässigt, bilden sich schnell schmerzhafte Verfilzungen. Auch der ausgeprägte Wunsch des Schapendoes, immer eng bei seinen Menschen zu sein, führt zu Abgaben, wenn sich Arbeitszeiten ändern und der Hund plötzlich viele Stunden allein bleiben soll.







