Ein erwachsener Schillerstövare bringt bereits eine geformte Persönlichkeit mit. Im Haus zeigen sich diese Hunde (Rüden messen 53–61 cm bei 18–25 kg, Hündinnen 49–57 cm bei 18–24 kg) meist ruhig, sanft und anhänglich, sobald sie draußen ihre Nase und ihre Laufleidenschaft einsetzen durften. Draußen musst du mit einem starken Spürsinn rechnen: Eine Schleppleine ist in der ersten Zeit Pflicht, bis du den Jagdtrieb deines Hundes sicher einschätzen und lenken kannst.
Gesundheitlich gelten Schillerstövare insgesamt als robuste und leistungsfähige Hunde, die 12 bis 15 Jahre alt werden. Durch den kleinen Genpool der Rasse gibt es jedoch spezifische Themen, die du kennen musst. Dazu gehören Gelenkerkrankungen wie Hüftgelenksdysplasie (HD) und Ellenbogendysplasie (ED) sowie Augenerkrankungen. Seriöse Züchter lassen die Hüften per Röntgen und die Augen klinisch prüfen und achten auf vielfältige Linien, um die Risiken von Inzucht und Gelenkproblemen zu senken. Bei einem Tierheimhund ist die Herkunft oft unbekannt. Weitere rassetypische Risiken sind eine Veranlagung zu Ohrenentzündungen (Otitis externa) durch die Hängeohren, das Risiko einer Magendrehung, die angeborene Herzerkrankung Persistierender Ductus arteriosus (PDA) sowie bei Rüden Kryptorchismus (Hodenhochstand). Achte bei deinem adoptierten Hund konsequent auf ein schlankes Gewicht, kontrolliere regelmäßig Ohren und Augen und gib ihm nach dem Füttern Ruhezeiten.