Ein erwachsener Schnauzer aus dem Tierheim bringt bereits eine eigene Persönlichkeit und eine Vorgeschichte mit. Oft sind diese Hunde schon stubenrein und kennen erste Grundkommandos. Gleichzeitig fordert der Tierheimalltag seinen Tribut: Rechne damit, dass dein neuer Begleiter anfangs verunsichert ist oder seinen Wachinstinkt in der neuen Umgebung erst einmal hochfährt, bis er dir vertraut.
Auch der Blick auf die Gesundheit gehört zu einer gut überlegten Adoption. Schnauzer haben eine Lebenserwartung von 12 bis 14 Jahren und bringen bei guter Herkunft eine solide Grundgesundheit mit. Dennoch gibt es rassetypische Baustellen: Dazu zählen Hüftgelenksdysplasie (HD), Augenanomalien, die Herzerkrankung Dilatative Kardiomyopathie (DCM) sowie Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose). Während gesundheitsorientierte Züchter in Vereinen wie dem Pinscher-Schnauzer-Klub 1895 e.V. die Elterntiere vor dem Zuchteinsatz per Röntgen auf HD sowie durch klinische Augen- und Herzuntersuchungen prüfen lassen, um das Risiko für den Nachwuchs gezielt zu senken, ist die genetische Herkunft im Tierschutz oft unbekannt.
Lass dir im Tierheim alle vorhandenen tierärztlichen Unterlagen zeigen. Meist sind Impfungen, Chip und eine Eingangsuntersuchung bereits abgedeckt. Plane nach dem Einzug regelmäßige tierärztliche Herz- und Augenkontrollen sowie bei Bedarf ein Blutbild für die Schilddrüsenwerte ein, um mögliche Veränderungen frühzeitig zu erkennen.