Ein erwachsener Hund aus dem Tierschutz bringt seine eigene Geschichte mit. Viele Sealyham Terrier zeigen sich nach einer kurzen Auftauphase schnell wieder von ihrer geselligen und humorvollen Seite. Stelle dich dennoch darauf ein, dass der Jagdtrieb draußen spürbar ist – er ist zwar weniger intensiv als bei einigen anderen Terrierrassen, bei Wildsichtung in waldreichen Gebieten ist eine Sicherung an der Schleppleine dennoch ratsam. Auch die Verträglichkeit mit anderen Hunden ist individuell verschieden und braucht im neuen Umfeld klare Führung.
Gesundheitlich gelten Sealyham Terrier insgesamt als robuste Hunde, bringen durch den kleinen Genpool und ihren Körperbau aber vereinzelte Themen bei Gehör, Augen und Rücken mit. Rassetypische Risiken sind die Linsenluxation, Keratokonjunktivitis sicca (KCS, das sogenannte trockene Auge), Retinadysplasie sowie angeborene Taubheit. Ein gesundheitsorientierter Züchter lässt Gehör, Augen (inklusive der empfohlenen Basis-Untersuchung auf Retinadysplasie) und Nervensystem der Elterntiere prüfen und achtet wegen des kleinen Genpools auf möglichst vielfältige Linien, was das Risiko für den Nachwuchs senkt. Stammt ein Tierheimhund hingegen aus unkontrollierter Herkunft oder von unseriösen Vermehrern, fehlen solche Vorsorgeuntersuchungen der Elterntiere oft. Lass dir im Tierheim alle vorhandenen tierärztlichen Unterlagen zeigen, plane regelmäßige Kontrollen der Augen ein und achte konsequent auf ein gesundes Gewicht, um den langen Rücken deines Hundes im Alltag zu schonen.