Wenn du einen Shar Pei im Tierheim besuchst, wird er dir anfangs wahrscheinlich nicht stürmisch in die Arme springen. Es ist völlig rassetypisch, dass er Fremden gegenüber erst einmal reserviert und misstrauisch auftritt. Gib ihm Zeit. Hat er einmal Vertrauen gefasst, zeigt er seine ganze Liebe und baut eine außergewöhnlich starke Bindung zu seinen Menschen auf. Mit einem moderaten Energielevel (3/5) und einer hohen Stadttauglichkeit (4/5) fügt er sich nach der Eingewöhnung meist angenehm ruhig in den Alltag ein. Bei der Verträglichkeit mit anderen Hunden (3/5) entscheidet oft die individuelle Vorgeschichte.
Gesundheit im Blick: Worauf du beim Shar Pei achten musst
Durch seine besondere Anatomie bringt der Shar Pei spezifische gesundheitliche Baustellen bei Haut, Augen und dem Immunsystem mit. Im Tierheim ist die genetische Herkunft oft unbekannt. Zum Vergleich: Gesundheitsorientierte Züchter (etwa im 1. Deutschen Shar-Pei Club 1985 e.V.) lassen vor der Zucht die Gelenke auf Hüft- und Ellenbogendysplasie röntgen, die Augen klinisch auf Anomalien, Linsenluxation und das Primäre Offenwinkelglaukom untersuchen und nutzen Gentests für die rassetypische Autoinflammatorische Erkrankung (SPAID), um das Risiko für den Nachwuchs gezielt zu senken. Zudem züchten sie konsequent auf einen gemäßigten, faltenärmeren Körperbau.
Bei einem Tierheimhund weißt du meist nicht, ob die Elterntiere diese Vorsorge durchlaufen haben. Auch Themen wie Atopische Dermatitis, Demodikose, Patellaluxation, das Brachyzephale Syndrom, Katarakt, prcd-PRA, Familiäre Nephropathie, Epilepsie oder Megaösophagus können eine Rolle spielen. Kontrolliere daher im Alltag regelmäßig Hautfalten und Ohren deines Hundes. Suche bei tränenden Augen oder unerklärlichem Fieber sofort den Tierarzt auf, um schwere Verläufe zu vermeiden.