Ein erwachsener Hund aus dem Tierschutz bringt oft schon eine gewisse Grunderziehung mit, hat aber durch den Verlust seiner Bezugspersonen einen tiefen Einschnitt erlebt. Da der Spanische Wasserhund sich extrem eng an seine Menschen bindet, braucht er anfangs Zeit, um wieder Vertrauen zu fassen. Rechne damit, dass er dich in den ersten Wochen genau beobachtet und klare, verlässliche Strukturen sucht.
Gesundheitliche Aspekte beim Tierschutzhund
Spanische Wasserhunde gelten als recht robuste Begleiter, bringen aber rassetypische Baustellen bei Hüften, Augen, Schilddrüse und Nervenerkrankungen mit. Ein gesundheitsorientierter Züchter lässt die Elterntiere vor dem Zuchteinsatz per Röntgen auf Hüftgelenksdysplasie (HD) sowie klinisch auf Augenkrankheiten wie Progressive retinale Atrophie (PRA), Katarakt und Pektinatbanddysplasie und per Laborwert auf Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) untersuchen, um das Risiko in der Linie gezielt zu senken. Zudem setzen verantwortungsvolle Züchter Gentests auf die TECPR2-assoziierte Neuroaxonale Dystrophie (NAD) und die familiäre Struma (Kropf) ein: Diese zeigen, ob ein Elterntier frei, Anlageträger oder betroffen ist, sodass Anlageträger nur mit freien Partnern verpaart werden. Auch auf Fälle von Ellenbogendysplasie in der Linie wird geachtet.
Bei einem Hund aus dem Tierheim – besonders wenn er aus dem ausländischen Tierschutz oder von unseriösen Vermehrern stammt – fehlen solche Voruntersuchungen der Eltern meist. Lass dir im Tierheim alle vorhandenen tierärztlichen Unterlagen zeigen. Plane nach der Adoption regelmäßige tierärztliche Kontrollen von Augen und Schilddrüsenwerten sowie eine gelenkschonende Haltung fest ein, um gesundheitliche Risiken gut im Blick zu behalten.