In puncto Familienfreundlichkeit erreicht der Stabijhoun Bestwerte. Er fügt sich harmonisch in Haushalte mit Kindern ein und versteht sich im Regelfall hervorragend mit anderen Hunden. Doch unterschätze niemals sein Erbe als Jagd- und Hofhund: Mit einem hohen Energielevel (4 von 5) fordert er täglich ausgedehnte Streifzüge in der Natur und geistige Auslastung, etwa durch Nasenarbeit oder Apportiertraining. Für ein reines Leben in der Innenstadt ist er nur bedingt geeignet; ein Zuhause am Stadtrand oder auf dem Land mit sicher eingezäuntem Garten kommt seinem Wesen deutlich mehr entgegen.
Bei der Erziehung triffst du auf einen klugen Kopf mit einer sanften, aber bisweilen eigenständigen Ader. Da er auf den friesischen Höfen selbstständig arbeiten musste, hinterfragt er sture Wiederholungen im Training. Arbeite mit positiver Verstärkung, Geduld und abwechslungsreichen Aufgaben, statt mit Druck – auf Härte reagiert der sensible Hund mit Rückzug. Sein langes, glattes Haarkleid mit der dichten Unterwolle ist wetterfest, verlangt aber regelmäßiges Bürsten, besonders während des Fellwechsels, um Verfilzungen vorzubeugen und den moderaten Haarausfall im Haus zu kontrollieren.
Deine Checkliste für das erste Züchtergespräch
Bereite dich gut auf den ersten Besuch vor und prüfe die Aufzuchtbedingungen sowie die Unterlagen persönlich vor Ort. Achte bei einem Wurf Stabijhoun Welpen konkret auf folgende Punkte:
- Offizielle Gelenkbefunde: Lass dir die Röntgenauswertungen beider Elterntiere für Hüftgelenksdysplasie (HD) und Ellenbogendysplasie (ED) im Original zeigen.
- DNA-Test auf Nervenerkrankungen: Fordere den Laborbefund zur rassetypischen Alzheimer-ähnlichen Erkrankung der Elterntiere ein, um nachzuvollziehen, wie der Züchter das Risiko durch die Verpaarung steuert.
- Augenuntersuchung: Prüfe aktuelle klinische Untersuchungsbögen der Elterntiere, die Aufschluss über das Risiko für Katarakt geben.
- Herzgesundheit in der Linie: Frage gezielt nach, ob in den Linien der Elterntiere Fälle von Persistierendem Ductus arteriosus (PDA) bekannt sind und ob die Welpen vor der Abgabe kardiologisch abgehört wurden.
- Wesensfestigkeit der Mutterhündin: Beobachte die Mutter. Eine leichte Zurückhaltung am Anfang ist rassetypisch, sie sollte sich aber bald freundlich, entspannt und völlig frei von Angst oder Aggression zeigen.
- Prägung im Haus: Achte darauf, dass die Welpen mitten im Familienleben aufwachsen, Alltagsgeräusche kennenlernen und eng an den Menschen gebunden sind – eine isolierte Zwingerhaltung passt nicht zu dieser menschenbezogenen Rasse.
Auf HonestDog geht ein Züchterprofil erst online, wenn der Züchter die Anmeldung durchlaufen hat: Identitätsprüfung per Ausweis und Selfie, gegebenenfalls Nachweis von Vereinsmitgliedschaft oder §11-Erlaubnis, ein Wissenstest zu Zucht und Tierschutz und die Zustimmung zu den HonestDog-Zuchtstandards, die unter anderem die Zucht mit Qualzuchtmerkmalen ausschließen. Gesundheitstests der Elterntiere, die Züchter hochladen, siehst du direkt im Profil; die Originalbefunde lässt du dir beim Besuch zeigen. Dein nächster Schritt: Vergleiche die Profile der Stabijhoun Züchter auf HonestDog, schau dir die hochgeladenen Gesundheitsnachweise an und frag direkt nach dem nächsten Wurf.