Ein Südrussischer Owtscharka begegnet Fremden rassetypisch zurückhaltend und misstrauisch. Erwarte beim ersten Besuch im Tierheim keinen Hund, der dir sofort freudig in die Arme springt. Hat er dich jedoch als Teil seines „Rudels“ akzeptiert, zeigt er sich extrem anhänglich, sanft und liebevoll. Auch mit Kindern und anderen Hunden kommt er bei klarer Führung oft gut zurecht.
Ein wichtiger Punkt bei der Adoption ist die Gesundheit. Als große, schwere Hunde bringen Südrussische Owtscharkas rassetypisch gesundheitliche Themen mit, die vor allem die Gelenke – insbesondere Hüftgelenksdysplasie (HD) und Ellenbogendysplasie (ED) – sowie die Augen betreffen. Während gesundheitsorientierte Züchter (etwa im Kaukasischer Owtscharka Club e.V.) die Elterntiere vor der Zucht auf HD und ED röntgen lassen, um das Risiko für schwere Gelenkerkrankungen in der Nachzucht deutlich zu senken, ist die genetische Vorgeschichte bei Tierheimhunden oft unbekannt. Stammt der Hund ursprünglich von unseriösen Vermehrern, fehlt diese Gesundheitsvorsorge der Elterntiere meist komplett. Achte bei einem adoptierten Hund mit einer Lebenserwartung von 9 bis 11 Jahren daher von Tag eins an auf ein striktes Gewichtsmanagement, eine gelenkschonende Haltung und regelmäßige Augenkontrollen beim Tierarzt, um den massiven Bewegungsapparat zu entlasten.