Als ursprünglicher Hundetyp gilt der Taiwanhund insgesamt als sehr robust. Dennoch bringt der kleine europäische Genpool vereinzelte Risiken bei den Gelenken und den Augen mit sich. Für einen Hund, der im Alltag und im Gelände extrem sprunggewaltig und wendig agiert, ist ein intakter Bewegungsapparat entscheidend.
Seriöse Züchter lassen deshalb Hüften, Ellenbogen, Knie und Augen der Elterntiere vor dem Zuchteinsatz klinisch und röntgenologisch prüfen. Zum empfohlenen Gesundheits-Standard der Rasse gehören Röntgenuntersuchungen auf Hüftgelenksdysplasie (HD) sowie eine umfassende fachtierärztliche Augenuntersuchung. Diese Augenkontrolle erfasst unter anderem Katarakt, Linsenluxation, Progressive retinale Atrophie (generalisierte PRA), Retinadysplasie, Collie-Augenanomalie (CEA), Distichiasis, Ektropium und Entropium, Hornhautdystrophie, Pektinatbanddysplasie, Optikusnervhypoplasie und Mikropapille sowie persistierende Pupillarmembranen (PPM) und PHTVL/PHPV. Ein weiteres rassetypisches Thema ist die Patellaluxation (herausspringende Kniescheibe). Solche klinischen Untersuchungen und Röntgenbilder senken das Risiko für den Nachwuchs deutlich, indem belastete Tiere von der Zucht ausgeschlossen oder gezielt verpaart werden.
Nach dem Einzug liegt die Verantwortung bei dir: Achte im ersten Lebensjahr auf eine strikt gelenkschonende Aufzucht. Bremse den enormen Bewegungs- und Sprungdrang deines Junghundes vernünftig aus, vermeide frühe Sprünge ins Auto oder über Hindernisse und plane im Erwachsenenalter regelmäßige Augenkontrollen beim Tierarzt ein.