Ein erwachsener Thai Ridgeback aus dem Tierschutz hat seinen festen Charakter bereits geformt. Erwarte keinen Hund, der jedem Fremden freudig in die Arme springt. Diese Rasse ist anfangs oft reserviert und wachsam. Gib ihm Zeit, dich zu beobachten und einzuschätzen. Hast du sein Vertrauen erst einmal gewonnen, erlebst du einen unglaublich treuen, anhänglichen Partner, der im Haus überraschend ruhig und durch sein kurzes Fell extrem pflegeleicht ist.
Gesundheit beim Thai Ridgeback: Worauf du achten musst
Thai Ridgebacks gelten insgesamt als robuste Hunde mit einer Lebenserwartung von 10 bis 12 Jahren, bringen aber rassetypische Themen bei Gelenken, Haut und Rücken mit. Dazu gehören Hüftgelenksdysplasie (HD), Ellenbogendysplasie (ED), Patellaluxation sowie der eng mit dem Rückenkamm verknüpfte Dermoidsinus (eine röhrenförmige Hautvertiefung am Rücken). Auch die Augenerkrankung Progressive Retinale Atrophie (PRA) kommt in der Rasse vor. Gesundheitsorientierte Züchter (etwa im Club für Exotische Rassehunde e.V.) lassen Hüften, Ellenbogen und Knie der Elterntiere vor dem Zuchteinsatz klinisch und per Röntgen untersuchen, um das Risiko für Gelenkprobleme bei den Nachkommen zu senken, und tasten Welpen sorgfältig auf einen Dermoidsinus ab.
Stammt dein Schützling im Tierheim jedoch aus unbekannter Herkunft oder von unseriösen Vermehrern, fehlen diese wichtigen Voruntersuchungen oft. Im Tierschutz sind meist Impfungen, Chip und eine tierärztliche Eingangsuntersuchung abgedeckt; lass dir die Unterlagen dazu genau zeigen. Sprich das Tierheimteam gezielt auf den Bewegungsapparat, die Augen und den Rücken des Hundes an und plane bei Bedarf einen Check beim eigenen Tierarzt ein.