Ein Tornjak aus dem Tierschutz hat bereits eine eigene Geschichte im Gepäck. Da diese Hunde eine sehr enge Bindung zu ihren Bezugspersonen aufbauen, trauern viele im Tierheim anfangs um ihr altes Umfeld oder zeigen sich Fremden gegenüber zurückhaltend. Gib deinem neuen Begleiter Zeit: Sobald er Vertrauen gefasst hat, zeigt sich seine familienfreundliche (4/5) und menschenbezogene Seite. Seinen natürlichen Wachinstinkt wird er jedoch auch im neuen Zuhause beibehalten – Besuch kündigt er zuverlässig an und prüft genau, wer das Grundstück betritt.
Gesundheitliche Besonderheiten beim Tornjak
Tornjaks sind robuste Hunde, bringen aber aufgrund ihrer Größe und Masse rassetypische Risiken für den Bewegungsapparat und die Augen mit. Röntgenuntersuchungen auf Hüftgelenksdysplasie (HD) und Ellenbogendysplasie (ED) gehören zum empfohlenen Gesundheits-Standard der Rasse; gesundheitsorientierte Züchter lassen zudem die Augen der Elterntiere klinisch untersuchen, um das Risiko in ihren Linien gezielt zu senken. Weitere rassetypische Themen sind Osteochondritis dissecans (eine Gelenkentwicklungsstörung), Fehlstellungen der Augenlider (Ektropium und Entropium) sowie die neurologische Erkrankung Degenerative Myelopathie.
Stammt dein Tornjak aus dem Tierheim, ist seine genaue Abstammung oft unbekannt – manche Hunde kommen ursprünglich von unseriösen Vermehrern, die auf solche Voruntersuchungen verzichtet haben. Achte deshalb konsequent auf ein schlankes, gesundes Gewicht und plane regelmäßige tierärztliche Vorsorgeuntersuchungen für Gelenke und Augen ein.