Ein Zwergdackel aus dem Tierschutz bringt seine eigene Vorgeschichte mit. Da die Rasse eine sehr enge Bindung zu ihren Menschen aufbaut, trauern viele Hunde im Tierheim zunächst stark. Gib deinem neuen Begleiter Zeit, Vertrauen zu fassen. Ist das Eis gebrochen, zeigt er sich äußerst anhänglich und familienfreundlich.
Besondere Aufmerksamkeit verdient die Gesundheit. Zwergdackel haben deutlich erhöhte Gesundheitsrisiken – vor allem beim Rücken und der Wirbelsäule, die aufgrund ihrer Anatomie viele Hunde ihr Leben lang begleiten. Dazu gehören Chondrodystrophie und schmerzhafte Bandscheibenerkrankungen. Verantwortungsvolle Züchter im Deutschen Teckelklub 1888 e.V. (DTK) lassen die Wirbelsäule der Elterntiere prüfen und achten auf eine kräftige Rückenmuskulatur, um das Risiko für Bandscheibenvorfälle in der Linie zu senken. Zusätzlich empfohlen ist ein Test auf Zapfen-Stäbchen-Dystrophie (eine Form der Progressiven Retinaatrophie); ein Gentest zeigt hier, ob ein Elterntier frei, Anlageträger oder betroffen ist. Weitere rassetypische Gesundheitsthemen sind Osteogenesis imperfecta (Glasknochenkrankheit), Neuronale Ceroid Lipofuszinose (NCL) und das Glaukom.
Stammt ein Tierheimhund ursprünglich von unseriösen Vermehrern, fehlen solche Vorsorgeuntersuchungen der Elterntiere oft. Bei einer Adoption aus dem Tierheim sind meist Impfungen, Chip und eine klinische Eingangsuntersuchung abgedeckt; lass dir die vorhandenen Unterlagen genau zeigen und kläre mit den Pflegern ab, ob bereits Rücken- oder Augenprobleme bekannt sind.