Hundekrankheiten-Datenbank
Alle erblichen und verbreiteten Erkrankungen beim Hund — mit Tests, betroffenen Körperregionen und Rassen, bei denen sie vermehrt vorkommen.
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- ModeratHaut & FellAutosomal-dominant
Paw pad hyperkeratosis, GJB6-related(HFH)
Diese genetische Erkrankung betrifft die Haut der Pfotenballen und wird durch eine neu entdeckte Veränderung im GJB6-Gen verursacht. Sie führt zu einer sogenannten Hyperkeratose, einer extremen Überproduktion von Hornhaut an den Ballen. Diese Mutation wurde bei Labrador Retrievern nachgewiesen und unterscheidet sich von anderen bekannten Formen dieser Erkrankung.
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Pelger-Huet-Anomalie(PHA)
Die Pelger-Huët-Anomalie ist eine harmlose, vererbbare Veränderung der weißen Blutkörperchen, die für die Immunabwehr des Körpers zuständig sind. Bei betroffenen Hunden sind die Kerne dieser Zellen nicht wie üblich in Abschnitte unterteilt, sondern bleiben rundlich oder stabförmig. Diese anatomische Besonderheit im Blut schränkt die Funktion der Abwehrzellen im Alltag jedoch nicht ein.
Betrifft 1 RasseDetails ansehen - MildAllgemein / StoffwechselAutosomal-dominant
Polydactyly
Polydaktylie ist eine angeborene, genetisch bedingte Besonderheit des Skelettsystems, bei der ein Hund zusätzliche Zehen an einer oder mehreren Pfoten hat. Diese Eigenschaft wird autosomal-dominant vererbt, was bedeutet, dass bereits ein betroffenes Elternteil das Gen an die Welpen weitergeben kann. Bei einigen Hunderassen ist diese zusätzliche Zehe sogar ein rassetypisches Merkmal und völlig normal.
Betrifft 1 RasseDetails ansehen - SchwerKopf / NervensystemAutosomal-rezessiv
Polyneuropathie 1 (Leonberger, Bernhardiner)(LPN1)
Polyneuropathie 1 (LPN1) ist eine erbliche Erkrankung des Nervensystems, bei der die peripheren Nerven – also die Nervenbahnen außerhalb des Gehirns und Rückenmarks – fortschreitend geschädigt werden. Dadurch wird die Signalübertragung zu den Muskeln gestört, was zu Muskelschwäche führt. Die Erkrankung wird autosomal-rezessiv vererbt, was bedeutet, dass ein Hund das veränderte Gen von beiden Elternteilen erben muss, um zu erkranken.
Betrifft 1 RasseDetails ansehen - SchwerKopf / NervensystemAutosomal-dominant
Polyneuropathie 2 (Leonberger)(LPN2)
Die Leonberger Polyneuropathie Typ 2 (LPN2) ist eine schwere, vererbbare Erkrankung des Nervensystems. Bei dieser Erkrankung degenerieren die peripheren Nerven, also die Nervenbahnen außerhalb des Gehirns und Rückenmarks, die für die Steuerung der Muskeln zuständig sind. Dadurch wird die Signalübertragung gestört, was zu einem fortschreitenden Abbau der Muskelfunktion führt.
Betrifft 1 RasseDetails ansehen - SchwerKopf / NervensystemAutosomal-rezessiv
Polyneuropathie, RAB3GAP1-assoziiert(JLPP)
Diese Erkrankung ist eine schwere, erblich bedingte Störung des Nervensystems, die durch einen Defekt im RAB3GAP1-Gen verursacht wird. Bei dieser sogenannten Polyneuropathie werden die peripheren Nerven – also die Leitungsbahnen außerhalb des Gehirns und Rückenmarks – fortschreitend geschädigt. Dadurch können Signale nicht mehr richtig an die Muskeln übertragen werden.
Betrifft 1 RasseDetails ansehen - SchwerKopf / NervensystemAutosomal-rezessiv
Pontozerebelläre Hypoplasie, AMPD2-assoziiert(PCH)
Bei dieser Erkrankung handelt es sich um eine schwere, erblich bedingte Fehlbildung des Gehirns, genauer gesagt des Kleinhirns und des Hirnstamms. Diese Bereiche steuern wichtige Körperfunktionen sowie die Bewegungskoordination, entwickeln sich jedoch bei betroffenen Hunden nicht vollständig. Die Erkrankung ist auch als Cirneco-okulo-neurologisches Syndrom bekannt.
Betrifft 1 RasseDetails ansehen - HochAugenAutosomal-rezessiv
Progressive Retinaatrophie 2 (Golden Retriever)(PRA-GR2)
Die Progressive Retinaatrophie 2 (PRA2) ist eine erbliche Erkrankung der Augen, bei der sich die Netzhaut (Retina) im hinteren Teil des Auges langsam zurückbildet. Die Netzhaut ist das Gewebe, das für das Erfassen von Licht und Bildern zuständig ist. Durch das fortschreitende Absterben dieser lichtempfindlichen Zellen verliert das Auge dauerhaft seine Funktion.
Betrifft 1 RasseDetails ansehen - HochAugenAutosomal-rezessiv
Progressive Retinaatrophie, Generalisiert (Schapendoe)(PRA-g)
Diese erbliche Erkrankung betrifft die Netzhaut im Auge des Hundes, bei der die lichtempfindlichen Zellen langsam absterben. Durch diesen fortschreitenden Abbau verliert das Auge schrittweise seine Fähigkeit, Lichtsignale zu verarbeiten. Dies führt im weiteren Verlauf zu einer vollständigen und unheilbaren Erblindung.
Betrifft 1 RasseDetails ansehen - MildHaut & FellAutosomal-rezessiv
Psoriasiform-lichenoid dermatosis
Diese seltene Hauterkrankung betrifft die äußere Hautschicht des Hundes. Dabei kommt es zu einer Fehlregulation in der Haut, die zu schuppigen und krustigen Veränderungen führt. Die genaue Ursache und wie die Erkrankung vererbt wird, ist wissenschaftlich bisher nicht bekannt.
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Pyruvatdehydrogenase-Phosphatase 1-Mangel(PDP 1)
Bei dieser erblichen Stoffwechselerkrankung fehlt dem Hund ein wichtiges Enzym, das für die Energiegewinnung in den Zellen zuständig ist. Ohne dieses Enzym können vor allem die Muskelzellen Kohlenhydrate nicht richtig in Energie umwandeln. Dies führt dazu, dass die Muskeln bei Belastung sehr schnell ermüden und der Körper übersäuert.
Betrifft 1 RasseDetails ansehen - SchwerAllgemein / StoffwechselKomplex
Renale Dysplasie(RD)
Renale Dysplasie, in der modernen Tiermedizin auch als "Renal maldevelopment" (RM) bezeichnet, ist eine angeborene Fehlentwicklung der Nieren. Bei dieser Erkrankung reift das Nierengewebe im Mutterleib oder in der Wachstumsphase nicht richtig aus, wodurch das Organ seine Filterfunktion nicht normal erfüllen kann. Dies führt dazu, dass Giftstoffe im Körper des Hundes nicht ausreichend abgebaut werden.
Betrifft 1 RasseDetails ansehen - HochAugenAutosomal-rezessiv
Retinaatrophie - Rod-Cone-Dysplasie 1a(rcd1a)
Bei dieser Erkrankung handelt es sich um eine erbliche Fehlentwicklung der Netzhaut im Auge. Die Lichtrezeptoren – also die Stäbchen für das Sehen im Dunkeln und die Zapfen für das Sehen am Tag – entwickeln sich nicht richtig und sterben vorzeitig ab. Dies führt zu einem fortschreitenden Verlust der Sehkraft.
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Robinow-Like-Syndrom (DVL2)(DVL2)
Das Robinow-Like-Syndrom ist eine erbliche Entwicklungsstörung des Skelettsystems, die durch eine Veränderung im sogenannten DVL2-Gen entsteht. Diese Mutation beeinträchtigt das normale Wachstum von Knochen und Knorpeln, was vor allem zu Fehlbildungen der Wirbelsäule, des Schädels und der Rute führt. Betroffene Hunde haben dadurch häufig deformierte Wirbelkörper und eine verkürzte Schnauze.
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Ruptur des kranialen Kreuzbandes(CCLR)
Bei dieser Erkrankung reißt das vordere Kreuzband im Kniegelenk des Hundes, welches normalerweise für die Stabilität des Beins sorgt. Dies geschieht meist nicht durch einen Unfall, sondern durch eine langsam fortschreitende, genetisch mitbedingte Schwächung des Gewebes. Ohne dieses Band verschiebt sich das Gelenk bei Belastung, was zu Schmerzen und langfristig zu Gelenkverschleiß führt.
Betrifft 1 RasseDetails ansehen - MildHaut & FellAutosomal-rezessiv
S-Lokus(S)
Der S-Lokus (gesteuert durch das MITF-Gen) beeinflusst die Verteilung von Pigmenten in der Haut und im Fell des Hundes. Er bestimmt, ob und in welchem Ausmaß pigmentfreie, weiße Bereiche auf dem Körper entstehen. Wenn Pigmentzellen im Innenohr fehlen, kann dies die Hörfähigkeit beeinträchtigen.
Betrifft 1 RasseDetails ansehen - ModeratAllgemein / StoffwechselAutosomal-rezessiv
Scotty cramp
Scotty Cramp ist eine erbliche Erkrankung des Nervensystems, bei der der Botenstoff Serotonin im Gehirn nicht richtig verarbeitet wird. Dieser Botenstoff ist wichtig für die Steuerung von Muskelbewegungen. Durch diese Störung kommt es zeitweise zu Muskelkrämpfen, die für den Hund jedoch in der Regel nicht schmerzhaft sind.
Betrifft 1 RasseDetails ansehen - SchwerKopf / NervensystemAutosomal-rezessiv
Sensorische Neuropathie(SN)
Die sensorische Neuropathie ist eine schwere, erblich bedingte Erkrankung des Nervensystems. Bei dieser Erkrankung sterben die Nervenzellen fortschreitend ab, die für die Wahrnehmung von Schmerz, Berührung und Temperatur verantwortlich sind. Dadurch verliert der Hund nach und nach das Gefühl in seinen Gliedmaßen.
Betrifft 1 RasseDetails ansehen - ModeratAllgemein / StoffwechselKomplex
Small intestinal bacterial overgrowth (SIBO)(SIBO)
SIBO ist eine Fehlbesiedlung des Dünndarms, bei der sich Bakterien übermäßig vermehren und die normale Verdauung stören. Dadurch kann der Körper des Hundes wichtige Nährstoffe nicht mehr richtig aufnehmen. Diese Störung des Magen-Darm-Trakts tritt häufig als Folge anderer gesundheitlicher Probleme auf.
Betrifft 1 RasseDetails ansehen - SchwerKopf / NervensystemAutosomal-rezessiv
Spinale Muskelatrophie/Motorneuronerkrankungen(SMA)
Spinale Muskelatrophie ist eine schwere, erblich bedingte Erkrankung des Nervensystems, die autosomal-dominant vererbt wird. Dabei sterben die motorischen Nervenzellen im Rückenmark, die für die Signalübertragung an die Muskeln zuständig sind, fortschreitend ab. Ohne diese Reize kommt es zu einem ausgeprägten Muskelschwund, bei dem sich die Muskelmasse immer weiter zurückbildet.
Betrifft 1 RasseDetails ansehen - ModeratHaut & FellUnbekannt
Vitamin A-responsive dermatosis
Diese Hauterkrankung entsteht durch einen Verwertungsfehler von Vitamin A direkt in den Haarfollikeln, was die normale Erneuerung der Haut stört. Es handelt sich um eine Fehlfunktion des Hautstoffwechsels, bei der die Verhornung der obersten Hautschicht nicht richtig reguliert wird. Die Ursache ist kein einfacher Mangel an Vitamin A im Futter, sondern eine fehlerhafte Verarbeitung im Körper des Hundes.
Betrifft 1 RasseDetails ansehen - HochAllgemein / StoffwechselAutosomal-rezessiv
Von-Willebrand-Syndrom Typ II(vWD II)
Das Von-Willebrand-Syndrom Typ II ist eine erbliche Erkrankung des Blutes, bei der die Blutgerinnung gestört ist. Ein wichtiges Eiweiß im Blut, der sogenannte Von-Willebrand-Faktor, ist fehlerhaft aufgebaut und kann seine Aufgabe nicht richtig erfüllen. Dadurch können sich die Blutplättchen bei einer Verletzung nicht fest miteinander verbinden, um die Wunde zu verschließen.
Betrifft 1 RasseDetails ansehen - HochAugenX-chromosomal
X-chromosomale Progressive Retinaatrophie(XLPRA1)
Die X-chromosomale Progressive Retinaatrophie ist eine erbliche Erkrankung der Augen, genauer gesagt der Netzhaut (Retina). Bei dieser Erkrankung sterben die lichtempfindlichen Zellen im Auge im Laufe der Zeit langsam ab, wodurch das Auge seine Funktion verliert. Da der Gendefekt auf dem X-Chromosom liegt, sind männliche Hunde meist schwerer betroffen.
Betrifft 1 RasseDetails ansehen - HochOhrenAutosomal-rezessiv
Zentronukleäre Myopathie 2, BIN1-assoziiert(CNM)
Diese erbliche Muskelerkrankung, auch bekannt unter der Abkürzung IMGD, betrifft das Muskelsystem des Hundes. Durch einen Fehler im sogenannten BIN1-Gen können sich die Muskelfasern nicht richtig entwickeln, was die normale Muskelspannung und -bewegung stört. Dies führt zu einem fortschreitenden Abbau der Skelettmuskulatur.
Betrifft 1 RasseTest: GentestDetails ansehen - SchwerKopf / NervensystemAutosomal-rezessiv
Zerebelläre Abiotrophie, VMP1-assoziiert(CA)
Bei dieser erblichen neurologischen Erkrankung sterben Nervenzellen im Kleinhirn, dem sogenannten Cerebellum, vorzeitig ab. Das Kleinhirn ist im Gehirn für die Steuerung und Koordination von Bewegungen zuständig. Durch den fortschreitenden Zellverlust verliert der Hund zunehmend die Kontrolle über seinen Körper.
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