Ein Herz auf kurzen Beinen: Einen Basset Artesien Normand adoptieren
Wenn du mit dem Gedanken spielst, einen Hund bei dir aufzunehmen, triffst du eine wunderbare und lebensverändernde Entscheidung. Besonders die Idee, einen Basset Artesien Normand adoptieren zu wollen, zeugt von einem großen Herz. Diese charmanten Franzosen mit den charakteristischen langen Ohren und dem treuen Blick sind fantastische, loyale Begleiter, die das Familienleben immens bereichern können. Eine Adoption ist jedoch auch ein großer Schritt, der wohlüberlegt sein sollte.
Warum landen Basset Artesien Normand im Tierheim?
Oft fragt man sich, warum solch anhängliche und gutmütige Rassehunde überhaupt im Tierschutz landen. Meistens liegt es nicht am Hund selbst, sondern an falschen Erwartungen der Vorbesitzer:
- Unterschätzter Jagdtrieb: Aufgrund seiner jagdlichen Herkunft als französischer Laufhund hat der Basset eine hervorragende Nase. Wenn er eine Fährte aufnimmt, schaltet er gerne mal auf Durchzug. Das erfordert im Alltag Konsequenz und ein gutes Rückruftraining, was manche Halter überfordert.
- Körperbau und Gewicht: Mit 16 bis 20 Kilogramm bei einer Schulterhöhe von maximal 36 cm ist dieser Hund ein massives Kraftpaket auf kurzen Beinen. Er darf nicht regelmäßig Treppen steigen, um seinen langen Rücken zu schonen. Wer in eine Wohnung ohne Aufzug zieht, muss den Hund oft schweren Herzens abgeben, da er auf Dauer zu schwer zum Tragen ist.
- Großes Bedürfnis nach Nähe: Der Basset Artesien Normand ist ein absolutes Rudeltier. Er liebt die Gesellschaft seiner Menschen abgöttisch und leidet extrem, wenn er täglich viele Stunden alleine gelassen wird.
Was dich bei einem Basset Artesien Normand aus dem Tierschutz erwartet
Entscheidest du dich für einen Basset Artesien Normand Tierheim-Hund, schenkst du einem Lebewesen eine verdiente zweite Chance. Jeder Tierschutzhund bringt seinen eigenen Rucksack an Erfahrungen mit. Da diese Rasse extrem menschenbezogen ist und als besonders kinder- und familienfreundlich gilt, sind die Voraussetzungen für einen harmonischen Alltag hervorragend.
Du kannst erwarten, dass du einen aktiven, aber gelassenen Begleiter bekommst. Was die Fellpflege angeht, bist du klar im Vorteil: Das kurze, dichte Fell hat keine Unterwolle und erfordert nur gelegentliches Bürsten. Gesundheitlich solltest du dich allerdings darauf einstellen, regelmäßig seine langen Schlappohren zu reinigen und sein Gewicht im Auge zu behalten, um seine Gelenke nicht unnötig zu belasten. Bringe zudem etwas Geduld für seinen rassetypischen, liebenswerten Eigensinn mit.
Adoptionskosten vs. Züchterkauf: Ein ehrlicher Vergleich
Ein Welpe vom Züchter erfordert ein recht hohes Budget: Die Preisspanne für einen Basset Artesien Normand liegt in der Regel zwischen 1.200 und 2.500 Euro. Im Gegensatz dazu fällt bei der Adoption aus dem Tierheim meist nur eine Schutzgebühr an, die zwischen 300 und 500 Euro liegt. Diese Gebühr hilft nicht nur dem Tierschutzverein, sondern deckt auch wichtige tierärztliche Vorleistungen wie Impfungen, den Mikrochip, Entwurmungen und oftmals die Kastration ab.
Das gesparte Geld kannst du wunderbar in eine hochwertige Erstausstattung investieren. Ein ausbruchssicheres Brustgeschirr, eine robuste Schleppleine für die Nasenarbeit und ein orthopädisches Hundebett zur Schonung des sensiblen Rückens sind für diese Rasse Gold wert.
Wertvolle Tipps für die Eingewöhnung in den ersten Wochen
Aller Anfang braucht Zeit, aber mit viel Liebe wird aus euch schnell ein unschlagbares Team. Hier sind einige Tipps für die ersten Wochen zu Hause:
- Gib ihm Zeit zum Ankommen: Bedränge deinen neuen Mitbewohner in den ersten Tagen nicht. Lass ihn sein neues Zuhause in seinem eigenen Tempo erkunden und richte ihm einen ruhigen Rückzugsort ein.
- Sicherung ist das A und O: Da du nicht weißt, wie stark der Jagdtrieb deines Hundes ausgeprägt ist, solltest du ihn draußen vorerst an einer Schleppleine führen, bis eure Bindung gefestigt ist.
- Nasenarbeit statt Sprints: Ein Basset Artesien Normand möchte artgerecht ausgelastet werden. Verstecke Leckerlis im Gras oder beginne mit einfachem Mantrailing. Das macht ihn weitaus glücklicher als stundenlanges Joggen am Fahrrad.
- Schaffe feste Routinen: Vorhersehbarkeit gibt Hunden aus dem Tierschutz enorme Sicherheit. Feste Zeiten für das Futter, Ruhephasen und Spaziergänge helfen ihm, sich schnell bei dir einzuleben.
