Ein Belgischer Griffon aus dem Tierschutz bringt eine eigene Vorgeschichte mit. Da diese Hunde sehr menschenbezogen sind, verunsichert sie der Verlust ihrer Bezugsperson oft tief. Anfangs zeigen sie sich im neuen Zuhause entweder sehr anhänglich und suchen ständig Körperkontakt oder sie reagieren erst einmal abwartend, bis sie Vertrauen gefasst haben. Mit Kindern und Familien kommen sie in der Regel sehr gut zurecht, und ihre hohe Stadttauglichkeit macht sie auch in einer Etagenwohnung zu tollen Mitbewohnern.
Besondere Aufmerksamkeit verdient die Gesundheit. Belgische Griffons haben aufgrund ihres Körperbaus deutlich erhöhte Gesundheitsrisiken – vor allem bei Atmung, Nervenerkrankungen, Knien und Augen. Zu den bekannten rassetypischen Themen gehören Patellaluxation (Kniescheibenverrenkung), erbliche Katarakt (Grauer Star) sowie neurologische Erkrankungen wie die Chiari-artige Malformation (CM) und Syringomyelie (SM). Während seriöse Züchter ihre Elterntiere auf Patellaluxation und erbliche Katarakt untersuchen lassen, das Nervensystem prüfen lassen und auf freie Atemwege achten, um das Risiko für den Nachwuchs zu senken, stammen manche Tierheimhunde von unseriösen Vermehrern ohne jegliche Gesundheitsvorsorge. Doch selbst bei bester Zuchtplanung lassen sich die grundsätzlichen Risiken dieser Rasse nicht komplett ausschalten.