Ein Hund aus dem Tierschutz bringt immer eine eigene Geschichte mit. Manche Dalmatiner im Tierheim haben ihre Stubenreinheit verloren, ziehen mangels Auslastung stark an der Leine oder reagieren verunsichert auf den Verlust ihrer Bezugspersonen. Die gute Nachricht: Dalmatiner glänzen mit einer hervorragenden Trainierbarkeit (5 von 5) und einer hohen Verträglichkeit mit Artgenossen (4 von 5). Mit klarer, liebevoller Führung holen sie Versäumtes schnell nach.
Besondere Aufmerksamkeit verdient die Gesundheit, insbesondere bei Gehör, Harnwegen und Hüften. Während gesundheitsorientierte Züchter auf Taubheit und Hüftgelenksdysplasie (HD) – beides nach Vorgaben des Deutschen Dalmatiner-Clubs von 1920 e.V. – sowie zusätzlich auf Kryptorchismus (Hodenhochstand) untersuchen lassen und den Stoffwechsel testen, um Risiken in der Zucht gezielt zu senken, ist die genetische Vorgeschichte im Tierheim oft unbekannt. Dalmatiner bringen rassetypisch das Risiko für Hyperuricosurie und Urolithiasis (Harnsteine) mit. Auch Augenerkrankungen wie Katarakt, Primäres Offenwinkelglaukom, Pannus (chronische superfizielle Keratitis) oder eine generalisierte Progressive retinale Atrophie sowie neurologische und respiratorische Themen wie Degenerative Myelopathie, Larynxparalyse (Kehlkopflähmung), Periphere Neuropathie, Globoidzell-Leukodystrophie und das Akute-Atemnot-Syndrom kommen in der Rasse vor. Meist sind im Tierheim Impfungen, Chip und eine tierärztliche Eingangsuntersuchung abgedeckt; lass dir die vorhandenen Unterlagen genau zeigen.