Begegnest du deinem zukünftigen Tibet Mastiff im Tierheim zum ersten Mal, zeigt er sich fremden Menschen gegenüber oft rassetypisch reserviert und beobachtend. Er braucht Zeit, um Vertrauen aufzubauen, und testet ruhig aus, ob du ihm eine souveräne, verlässliche Führung bietest. Da die Vorgeschichte von Tierschutzhunden nicht immer lückenlos bekannt ist, ist auch ein genauer Blick auf die Gesundheit entscheidend.
Der Do Khyi bringt durch seine enorme Größe und spezielle Genetik rassetypische Themen bei Gelenken, Augen, der Schilddrüse und Nervenerkrankungen mit. Dazu gehören Hüftgelenksdysplasie, Ellenbogendysplasie, Patellaluxation, Linsenluxation, generalisierte progressive retinale Atrophie (PRA) sowie eine primäre Schilddrüsenunterfunktion. Ein gesundheitsorientierter Züchter lässt vor einem Wurf die Hüften, Ellenbogen, Kniescheiben, Augen und Schilddrüsenwerte der Elterntiere klinisch beziehungsweise per Röntgen und Labor untersuchen und nutzt gezielte Gentests für rassetypische Nervenerkrankungen, um das Risiko für den Nachwuchs zu senken.
Bei einem Hund aus dem Tierschutz liegen solche Abstammungs- und Untersuchungsnachweise der Elterntiere meist nicht vor, insbesondere wenn der Hund ursprünglich von unseriösen Vermehrern stammt, die ohne Gesundheitsvorsorge verpaaren. Meist sind im Tierheim Impfungen, Chip und eine tierärztliche Eingangsuntersuchung abgedeckt; lass dir die Unterlagen dazu vorab genau zeigen. Plane für deinen Schützling im Anschluss regelmäßige tierärztliche Kontrollen für Gelenke, Augen und die Schilddrüse fest ein.
Kostenvergleich: Adoptionsgebühr im Tierheim vs. Züchterkauf
Für einen Welpen vom Züchter liegt die Preisspanne beim Tibet Mastiff zwischen 2.500 und 4.500 Euro. Wenn du hingegen einen Tibet Mastiff aus dem Tierheim adoptierst, fällt lediglich eine Tierschutz-Schutzgebühr an, die nur einen Bruchteil dieses Kaufpreises ausmacht und direkt der Versorgung der Tiere zugutekommt. Plane das gesparte Budget klug für eine extrem stabile Erstausstattung in Übergröße, hochwertige Fütterung, einen sicheren Gartenzaun sowie als Rücklage für eventuelle Tierarztkosten im Verlauf seiner 10 bis 14 Lebensjahre ein.