Im Tierheim zeigt sich ein Dogo Canario anfangs oft zurückhaltend. Seine Verträglichkeit mit anderen Hunden liegt im mittleren Bereich, weshalb Begegnungen an der Leine vorausschauendes Management erfordern. Hat er jedoch Vertrauen zu dir gefasst, offenbart er im Haus seine ruhige, anhängliche Seite.
Auch gesundheitlich solltest du genau hinsehen. Als massiv gebaute Hunde bringen Dogo Canarios rassetypische Risiken für Gelenke, Wirbelsäule, Augen und das Herz mit. Zu den bekannten Themen gehören Hüftgelenksdysplasie (HD), Ellenbogendysplasie (ED), Patellaluxation, Dilatative Kardiomyopathie (DCM) sowie Augenprobleme wie Ektropium, Entropium und die Multifokale Retinopathie 1. Ein gesundheitsorientierter Züchter lässt Hüften, Ellenbogen, Wirbelsäule und das Herz der Elterntiere per Röntgen- und Herzuntersuchung prüfen und achtet auf gesunde Augenlider, um diese Risiken in der Linie zu senken (wobei die Untersuchungen auf HD und ED zum empfohlenen Gesundheits-Standard der Rasse gehören).
Bei einem Tierheimhund ist die genetische Vorgeschichte oft unbekannt, vor allem wenn das Tier ursprünglich von unseriösen Vermehrern stammt. Im Tierheim sind meist Impfungen, Chip und eine allgemeine Eingangsuntersuchung abgedeckt; lass dir die Unterlagen dazu zeigen. Plane für deinen adoptierten Hund regelmäßige Tierarzt-Checks für Herz und Augen ein und achte konsequent auf ein gesundes Gewicht, um seine Gelenke im Laufe seiner 9 bis 11 Lebensjahre optimal zu entlasten.