Wenn du einen Großen Schweizer Sennenhund adoptieren möchtest, triffst du auf einen sehr menschenbezogenen Hund, der im Tierheim oft stark unter dem Verlust seiner Bezugspersonen leidet. Gib ihm Zeit, Vertrauen aufzubauen. Ist die Bindung erst einmal da, zeigt er sich als kinderfreundlicher und gutmütiger Partner, der sich meist auch gut mit anderen Hunden versteht. Sein dichtes, glattes, kurzes Doppelhaar macht die Fellpflege erfreulich unkompliziert (Pflegeaufwand 2 von 5), auch wenn du einen mittleren Haarausfall einplanen musst.
Gesundheitliche Besonderheiten im Blick behalten
Große Schweizer Sennenhunde bringen durch ihre Masse einige rassetypische Baustellen mit, vor allem bei Gelenken, Augen, Nervenerkrankungen und dem Risiko einer Magendrehung. Zu den bekannten Gelenk- und Skelettthemen gehören Hüftgelenksdysplasie (HD), Ellenbogendysplasie (ED), Osteochondritis dissecans (OCD) sowie die SLC13A1-assoziierte Chondrodysplasie. Bei den Augen treten Katarakt, Ektropium und Entropium sowie weitere Augenanomalien auf. Gesundheitsorientierte Züchter, etwa im Schweizer Sennenhund-Verein für Deutschland e.V. (SSV), lassen die Gelenke per Röntgen und die Augen klinisch untersuchen, um das Risiko für diese Erkrankungen zu senken, und studieren die Stammbäume genau, um das Risiko für Nervenerkrankungen in der Linie zu reduzieren.
Stammt ein Tierheimhund jedoch aus ungeplanter Verpaarung oder von unseriösen Vermehrern, fehlen diese Vorsorgeuntersuchungen der Elterntiere oft. Bei der Übergabe im Tierheim sind meist Impfungen, Chip und eine Eingangsuntersuchung abgedeckt; lass dir die tierärztlichen Unterlagen genau zeigen und kläre ab, ob bereits Gelenk- oder Augenbefunde vorliegen.