Neben der Gesundheitsvorsorge erkennst du eine gute Zuchtstätte daran, wie die Hunde leben und wie du beraten wirst. Der Große Schweizer Sennenhund sucht eine enge Bindung zu seinen Menschen und bewacht sein Territorium entschlossen, aber ohne Aggression. Deshalb müssen die Welpen mit direktem Familienanschluss im Haus und Garten aufwachsen, um Alltagsgeräusche und verschiedene Menschen früh kennenzulernen.
Ein guter Züchter klärt dich zudem intensiv über die rassespezifische Haltung nach dem Auszug auf. Er gibt dir einen genauen Fütterungsplan mit, der ein langsames, gleichmäßiges Wachstum unterstützt – ein zu schnelles Wachstum durch Überversorgung schadet den jungen Gelenken massiv. Ebenso weist er dich auf gelenkschonende Bewegung im ersten Lebensjahr und strikte Ruhepausen nach dem Fressen hin, um dem Risiko einer Magendrehung vorzubeugen. Plane für einen Welpen aus einer solchen Zucht einen Kaufpreis zwischen 2.500 und 4.000 Euro ein.
6 konkrete Fragen an den Züchter beim Erstbesuch
Nutze das persönliche Gespräch vor Ort, um die Fachkenntnis und Transparenz der Zuchtstätte einzuschätzen. Stelle dem Züchter diese spezifischen Fragen:
- Welche offiziellen Röntgenbefunde für HD, ED und OCD liegen für die Mutterhündin und den Deckrüden vor?
- Wann fand die letzte fachtierärztliche Augenuntersuchung der Elterntiere statt, und gab es in der Linie Hinweise auf Ektropium oder Entropium?
- Sind in den Stammbäumen der beiden Elterntiere Fälle von Nervenerkrankungen oder Magendrehungen aufgetreten?
- Wie ist der Status der Elterntiere bezüglich der SLC13A1-assoziierten Chondrodysplasie?
- Welches Futter erhalten die Welpen aktuell, um ein zu schnelles Höhenwachstum zu bremsen?
- Wie zeigen sich die Elterntiere im Alltag bezüglich ihres Wachverhaltens gegenüber Besuchern?