Einen Harrier adoptieren: Warum diese Rasse im Tierheim landet
Die Entscheidung, einen Harrier aus dem Tierheim aufzunehmen, schenkt einem loyalen Vierbeiner eine wertvolle zweite Chance. Mit einer Schulterhöhe von 48 bis 55 cm bei Rüden (20 bis 29 kg) und 48 bis 53 cm bei Hündinnen (18 bis 27 kg) bringt dieser englische Laufhund eine handliche Größe und ein kurzes, glattes Fell ohne Unterwolle mit, das kaum Pflege benötigt. Dass ein so freundlicher, menschenorientierter und kinderlieber Hund im Tierschutz landet, liegt selten am Charakter des Tieres, sondern an falschen Erwartungen an seine ursprüngliche Bestimmung.
Der Harrier wurde für die ausdauernde Hasenjagd in der Meute gezüchtet. Sein hohes Energielevel (4 von 5) und seine exzellente Nase fordern aktive Menschen. Unterschätzen Halter diesen Bewegungsdrang oder die Tatsache, dass ein Laufhund im Freien leidenschaftlich Spuren verfolgt und im Training Eigenständigkeit zeigt (Trainierbarkeit 2 von 5), entsteht im Alltag rasch Überforderung. Auch veränderte Lebensumstände wie ein Umzug in eine kleine Stadtwohnung, der Verlust von Zeit für lange Ausflüge oder gesundheitliche Veränderungen in der Familie führen dazu, dass Halter ihren Hund schweren Herzens abgeben. Manchmal stammen Abgabetiere zudem von unseriösen Vermehrern, die Käufer vorab nicht über das anspruchsvolle Jagdverhalten aufgeklärt haben.







