Beim Malteser ist Vorsicht geboten, wenn Anbieter mit Begriffen wie „Teacup-Malteser“ oder „Mini-Malteser“ werben. Eine gezielte Unterschreitung des gesunden Gewichts von 3 bis 4 Kilogramm erhöht das Risiko für einen Hydrozephalus (Wasserkopf), offene Fontanellen, Zahnprobleme und Lebershunts massiv. Weitere klare Warnsignale bei unseriösen Vermehrern sind:
- Der Verkäufer behauptet pauschal, die Elterntiere seien „kerngesund“, legt aber keine schriftlichen Befunde zur Patellaluxation oder anderen Fachtierarzt-Untersuchungen vor.
- Das Muttertier ist bei der Besichtigung nicht anwesend, wirkt verängstigt oder hat stark verfilztes Fell und verkrustete, rötlich verfärbte Augenpartien.
- Die Welpen werden deutlich unter dem üblichen Preisrahmen von 1.500 bis 3.000 Euro angeboten, sollen ohne Kaufvertrag oder vor der vollendeten achten Lebenswoche abgegeben werden.
Nimm dir Zeit bei der Auswahl und prüfe alle Dokumente vor Ort in Ruhe. Wenn du deinen Welpen später zu Hause hast, führst du die Arbeit des Züchters fort: Achte auf konsequente Zahnpflege, reinige regelmäßig die Augenpartie und halte deinen Hund schlank, um seine Knie und Atemwege ein Leben lang zu entlasten.
Auf HonestDog durchläuft jeder Züchter vor der Freischaltung eine Anmeldung: Identitätsprüfung per Ausweis und Selfie, gegebenenfalls Nachweis von Vereinsmitgliedschaft oder §11-Erlaubnis, ein Wissenstest zu Zucht und Tierschutz und die Zustimmung zu den HonestDog-Zuchtstandards – unter anderem keine Zucht mit Qualzuchtmerkmalen und keine Zuchthunde unter 18 Monaten. Ohne geprüfte §11-Erlaubnis kann ein Züchter dort höchstens zwei Zuchthündinnen eintragen, und Auffälligkeiten an einem Züchterprofil meldest du direkt über „Inhalt melden“. Lass dir beim Besuch die Originalbefunde der Elterntiere zeigen. Aktuelle Würfe findest du bei den Malteser Welpen auf HonestDog.