Mit einem niedrigen Energielevel (2/5) und einer hervorragenden Stadttauglichkeit (5/5) fühlt sich der Pekingese auch in einer Etagenwohnung sehr wohl – am liebsten mit einem Aufzug, denn du musst im Alltag konsequent auf eine rückenschonende Haltung achten und Treppensteigen vermeiden. Im Sommer gilt: Begrenze körperliche Anstrengung bei Hitze strikt und verlege kurze Spaziergänge in die kühlen Morgen- und Abendstunden.
Unterschätze niemals den Pflegeaufwand (4/5). Das lange, dichte Fell mit üppiger Unterwolle neigt zum Verfilzen und muss regelmäßig bis auf die Haut gebürstet werden. Ebenso wichtig ist die tägliche Reinigung und das Trockenhalten der Gesichtsfalten, um schmerzhafte Entzündungen zu vermeiden. In der Erziehung (Trainierbarkeit 3/5) zeigt der Pekingese seinen eigenen Kopf: Er reagiert auf liebevolle Konsequenz, verweigert sich aber bei Härte. Da er seine Menschen gerne für sich allein beansprucht, ist die Verträglichkeit mit fremden Hunden oft gering (2/5). Für Familien mit älteren, ruhigen Kindern ist er gut geeignet, während ihm der Trubel mit Kleinkindern meist zu hektisch ist.
Deine Checkliste für das erste Züchtergespräch beim Pekingesen
Verlasse dich beim Besuch der Zuchtstätte nicht auf bloße Versprechungen, sondern prüfe die Gegebenheiten vor Ort genau:
- Atmung der Elterntiere beobachten: Hörst du bei der Mutterhündin im Ruhezustand oder bei leichter Bewegung Schnarch-, Pfeif- oder Röchelgeräusche? Achte auf sichtbar geöffnete Nasenlöcher statt schmaler Schlitze.
- Befunde zu den Gelenken einsehen: Lass dir die tierärztlichen Untersuchungsergebnisse der Elterntiere zu Patellaluxation, Hüftgelenksdysplasie (HD) und Ellenbogendysplasie (ED) im Original zeigen.
- Augen- und Gehörbefunde prüfen: Fordere die klinischen Untersuchungsbögen der Augen (bezüglich Ektropium, Entropium, Katarakt und PRA) sowie den Nachweis zur Prüfung auf Taubheit an.
- Ausschlussmerkmale abfragen: Vergewissere dich anhand der schriftlichen Befunde, dass die Elterntiere auf Merkmale wie Albinismus, Brachyurie, eine gelähmte Zunge und Monorchismus untersucht wurden, mit denen ein gesundheitsorientierter Züchter nicht züchtet.
- Linien-Historie offen ansprechen: Frage gezielt nach, ob in der Zuchtlinie Fälle von Epilepsie, Mitralklappenendokardiose, trockenen Augen (KCS) oder Würfe mit Gaumenspalten und Hydrozephalus vorgekommen sind.
- Fell- und Hautzustand kontrollieren: Wirf einen Blick in die Nasenfalte und auf die Augen der Hunde vor Ort – die Haut muss sauber, trocken und frei von Rötungen oder strengem Geruch sein.
Auf HonestDog geht ein Züchterprofil erst online, wenn der Züchter die Anmeldung durchlaufen hat: Identitätsprüfung per Ausweis und Selfie, gegebenenfalls Nachweis von Vereinsmitgliedschaft oder §11-Erlaubnis, ein Wissenstest zu Zucht und Tierschutz und die Zustimmung zu den HonestDog-Zuchtstandards, die unter anderem die Zucht mit Qualzuchtmerkmalen ausschließen. Gesundheitstests der Elterntiere, die Züchter hochladen, siehst du direkt im Profil; die Originalbefunde lässt du dir beim Besuch zeigen. Dein nächster Schritt: Vergleiche die Profile der Pekingese Züchter auf HonestDog, schau dir die hochgeladenen Gesundheitsnachweise an und frag direkt nach dem nächsten Wurf.