Schipperke bauen eine sehr tiefe Bindung zu ihrer Familie auf. Ein Verlust der Bezugsperson verunsichert sie oft stark. Erwarte in der ersten Zeit einen Hund, der seine neue Umgebung genau beobachtet und anfangs viel bellt. Die herausragende Trainierbarkeit dieser Rasse (5 von 5 Punkten) hilft dir jedoch enorm: Mit klarer, liebevoller Führung lernt auch ein erwachsener Schipperke schnell neue Regeln.
Gesundheitlich gelten Schipperke aus guter Zucht als recht robuste Hunde, bringen aber rassetypische Risiken für Knie, Augen und Nervenerkrankungen mit. Weitere Themen bei dieser Rasse sind Hüftgelenksdysplasie, Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) sowie bei Hunden mit Verdünnungsfarben die Hauterkrankung Color Dilution Alopecia (Blue Dog Syndrom). Ein gesundheitsorientierter Züchter lässt Knie (auf Patellaluxation), Hüften und Augen der Elterntiere klinisch beziehungsweise per Röntgen untersuchen, um das Risiko für den Nachwuchs zu senken. Zudem nutzen seriöse Züchter Gentests für bekannte Stoffwechselerkrankungen der Rasse sowie für die angeborene Stummelrute (Brachyurie, wie etwa im Verband Deutscher Kleinhundezüchter e.V. vorgeschrieben), um zu erkennen, ob Elterntiere Anlageträger sind.
Bei einem Tierheimhund aus unbekannter Herkunft oder von unseriösen Vermehrern fehlen diese wichtigen Voruntersuchungen der Eltern oft. Frage im Tierheim gezielt nach der Krankenakte. Meist sind Impfungen, Chip und eine Eingangsuntersuchung bereits abgedeckt; lass dir die Unterlagen dazu genau zeigen. Mit gelenkschonender Bewegung, einem gesunden Gewicht zur Entlastung der Knie und regelmäßigen Tierarztkontrollen für Augen, Schilddrüse und Nervensystem unterstützt du deinen adoptierten Hund optimal.