Der Schipperke erreicht bei der Trainierbarkeit die Höchstwertung (5/5), fordert mit seinem hohen Energielevel (4/5) aber auch tägliche geistige und körperliche Auslastung. Er baut eine extrem enge Bindung zu seiner Familie auf, ist im Umgang mit Kindern und anderen Hunden jedoch im soliden Mittelfeld (3/5) anzusiedeln: Er braucht klare Regeln und Rückzugsorte, da er Trubel oder grobe Behandlung nicht schätzt. Dank seiner kompakten Größe ist seine Stadttauglichkeit hoch (4/5) – allerdings mit einer großen Einschränkung: Seiner ursprünglichen Rolle als Schiffswächter bleibt er treu. Er reagiert auf ungewöhnliche Geräusche im Hausflur sofort und lautstark. Du musst also von Tag eins an konsequent am Meldeverhalten arbeiten, wenn du in einer Mietwohnung lebst.
Die Fellpflege des kurzen, dichten Haarkleids mit der üppigen Halskrause und der dichten Unterwolle ist mit einem moderaten Aufwand (3/5) verbunden. Plane regelmäßiges Ausbürsten ein, besonders während des Fellwechsels, da der Haarausfall (3/5) in dieser Zeit spürbar zunimmt.
Deine Checkliste für das erste Züchtergespräch
- Befunde zu Knie und Hüfte: Lass dir die tierärztlichen Untersuchungsbögen beider Elterntiere auf Patellaluxation sowie idealerweise Röntgenauswertungen zur Hüftgelenksdysplasie zeigen.
- Augen- und Gentests: Fordere die aktuellen klinischen Augenuntersuchungsbefunde sowie die Laborzertifikate der Gentests auf rassetypische Stoffwechsel- und Nervenerkrankungen ein.
- Blick auf die Rute (Brachyurie): Frage nach, wie der Züchter mit dem Merkmal der angeborenen Stummelschwänzigkeit in seiner Linie umgeht und lass dir entsprechende Nachweise zeigen.
- Linienabfrage zu Schilddrüse und Haut: Frage gezielt nach, ob in der Verwandtschaft der Elterntiere Fälle von Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) bekannt sind, und nimm Abstand von Zuchten, die mit Verdünnungsfarben (Blau) werben.
- Wesen der Mutterhündin prüfen: Achte beim Besuch darauf, wie die Hündin reagiert. Ein Schipperke darf wachsam melden und Fremden gegenüber reserviert sein, sollte sich aber im Beisein des Züchters zuversichtlich und neugierig zeigen – niemals panisch oder aggressiv.
Auf HonestDog geht ein Züchterprofil erst online, wenn der Züchter die Anmeldung durchlaufen hat: Identitätsprüfung per Ausweis und Selfie, gegebenenfalls Nachweis von Vereinsmitgliedschaft oder §11-Erlaubnis, ein Wissenstest zu Zucht und Tierschutz und die Zustimmung zu den HonestDog-Zuchtstandards, die unter anderem die Zucht mit Qualzuchtmerkmalen ausschließen. Gesundheitstests der Elterntiere, die Züchter hochladen, siehst du direkt im Profil; die Originalbefunde lässt du dir beim Besuch zeigen. Dein nächster Schritt: Vergleiche die Profile der Schipperke Züchter auf HonestDog, schau dir die hochgeladenen Gesundheitsnachweise an und frag direkt nach dem nächsten Wurf.