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Datenreport · Ausgabe 2026

HonestDog Hunderassen-Gesundheitsreport 2026

Ein offener Datensatz zu 482 Hunderassen: Gesundheitsnoten, Erkrankungen und die Pflicht-Anforderungen der Zucht.

Datenstand: 5. Oktober 2026

Hunderassen im Datensatz
482
erfasste Erkrankungen und Erbmerkmale
884
gesundheitliche Pflicht-Anforderungen mit verlinkter Zuchtordnung
478
der Rassen mit verlinkter Zuchtordnung schreiben eine HD-Untersuchung vor
90 %

Die wichtigsten Ergebnisse

Jedes Ergebnis hat einen eigenen Link zum Zitieren. Alle Zahlen stammen aus unserem Datensatz zum Stichtag; wie sie entstehen, steht in der Methodik. „Pflicht-Anforderung (Stufe L1)“ steht für die Mindestuntersuchungen einer Rasse – vom Zuchtverein vorgeschrieben oder von uns als Mindestprogramm geführt.

Hüftgelenksdysplasie ist die häufigste Pflicht-Anforderung: 90 % der Rassen mit verlinkter Zuchtordnung schreiben sie vor

Bei 104 von 116 Rassen, für die wir die Zuchtordnung verlinken, ist eine HD-Untersuchung Pflicht – keine andere gesundheitliche Anforderung ist so verbreitet.

Die häufigsten Pflicht-Anforderungen
  • Hüftgelenksdysplasie301 Rassen
  • Ellenbogendysplasie128 Rassen
  • Patellaluxation120 Rassen
  • DNA-Identitätsnachweis91 Rassen
  • Katarakt87 Rassen
  • Progressive retinale Atrophie, generisch79 Rassen
  • Augenanomalien73 Rassen
  • Wesensbeurteilung68 Rassen
  • Ektropium / Entropium54 Rassen
  • Linsenluxation47 Rassen
  • Retinadysplasie43 Rassen
  • Degenerative Myelopathie40 Rassen

Rassen je Anforderung über den ganzen Datensatz (Stufe L1, nicht nur Rassen mit verlinkter Zuchtordnung). DNA-Identitätsnachweis und Wesensbeurteilung sind Zuchtkriterien, keine Gesundheitsuntersuchungen.

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Nur 16 % der Hunderassen erreichen eine Spitzennote

Von 482 Rassen in unserem Katalog tragen 79 die Note S oder A und 59 (12 %) die Note D oder E; die Noten ordnen jede Rasse im Vergleich zu allen anderen ein.

Alle 482 Rassen im Datensatz
  • S1
  • A78
  • B216
  • C128
  • D49
  • E10
151 gelistete Rassen (mit Rassenseite)
  • S0
  • A17
  • B57
  • C53
  • D17
  • E7
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Für 110 Rassen belegen wir gesundheitliche Pflicht-Anforderungen direkt mit der Zuchtordnung des Vereins

Bei 478 gesundheitlichen Pflicht-Anforderungen verlinken wir das Regelwerk des zuständigen Zuchtvereins direkt als Quelle, zusätzlich bei 189 Zuchtkriterien wie DNA-Identitätsnachweis oder Wesensbeurteilung.

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Gesundheit ist Vereinssache: Mehr als 50 deutsche Zuchtvereine legen ihre Anforderungen selbst fest

In den verlinkten Zuchtordnungen für 116 Rassen schreiben nach unserer Zählung 57 verschiedene deutsche Rassezuchtvereine Untersuchungen vor – welche davon vor der Zucht Pflicht sind, regelt jeder Verein in seinem eigenen Regelwerk.

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Augen und Bewegungsapparat stellen 73 % der gesundheitlichen Pflicht-Anforderungen

Von 1.850 gesundheitlichen Pflicht-Anforderungen (Stufe L1) in unserem Datensatz betreffen 728 die Augen und 625 den Bewegungsapparat; dass Augenbefunde die meisten Einträge stellen, liegt auch daran, dass eine Augenuntersuchung oft mehrere der erfassten Erkrankungen zugleich abdeckt.

Gesundheitliche Pflicht-Anforderungen nach Organgruppe
  • Augen728 Einträge
  • Bewegungsapparat625 Einträge
  • Nervensystem197 Einträge
  • Andere80 Einträge
  • Stoffwechsel78 Einträge
  • Haut und Fell59 Einträge
  • Herz39 Einträge
  • Nieren27 Einträge
  • Atmung17 Einträge

Einträge der Stufe L1; eine Rasse kann mehrere Einträge je Organgruppe haben.

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Kleine Rassen, eigenes Problem: Patellaluxation ist bei 120 Rassen Pflichtthema – das Gegenstück zur HD der großen Rassen

Unter den kleinen Rassen unseres Katalogs haben 69 % eine Patella-Untersuchung als Pflicht-Anforderung, unter den großen 5 %; bei der Hüftgelenksdysplasie ist es umgekehrt (77 % der großen, 31 % der kleinen Rassen).

Anteil der Rassen mit Pflicht-Untersuchung, nach Größe: Patellaluxation
  • Kleine Rassen85 / 124
  • Mittelgroße Rassen22 / 152
  • Große Rassen11 / 204
Anteil der Rassen mit Pflicht-Untersuchung, nach Größe: Hüftgelenksdysplasie
  • Kleine Rassen39 / 124
  • Mittelgroße Rassen102 / 152
  • Große Rassen158 / 204

Größeneinteilung laut Rassekatalog.

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Bei 68 Rassen ist eine Wesensbeurteilung Zuchtvoraussetzung – Charakter wird mitgezüchtet

In 68 Zuchtprogrammen unseres Datensatzes gehört eine Wesensbeurteilung des Zuchthundes zu den Pflicht-Anforderungen (Stufe L1); sie ist keine Gesundheitsuntersuchung, entscheidet aber über die Zuchtzulassung mit.

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Beliebtheit schützt nicht: Die 20 meistgesuchten Rassen mit Rassenseite schneiden schlechter ab als der Durchschnitt

Die 20 in Deutschland meistgesuchten Rassen mit eigener Rassenseite kommen im Schnitt auf 3,0 Punkte (Skala E = 1 bis S = 6), alle 151 gelisteten Rassen auf 3,4; 5 der 20 tragen Note D oder E.

Die 20 meistgesuchten Rassen und ihre Noten
  1. BMaltipoo
  2. CGolden Retriever
  3. CCane Corso Italiano
  4. DDackel
  5. BAustralian Shepherd
  6. CRottweiler
  7. EDobermann
  8. CLabradoodle
  9. CLabrador Retriever
  10. BBorder Collie
  11. EFranzösische Bulldogge
  12. CChihuahua
  13. BMalinois
  14. CEnglish Cocker Spaniel
  15. BPudel
  16. DBerner Sennenhund
  17. BMalteser
  18. CGoldendoodle
  19. BBeagle
  20. DAmerican Bully

Grundlage: Suchvolumen in Deutschland (Stand 16. Juli 2026) aus unserer Studie „Beliebteste Hunderassen“; berücksichtigt sind Rassen mit eigener Rassenseite. Zur Studie „Beliebteste Hunderassen“

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884 erfasste Erkrankungen und Erbmerkmale, 457 benannte Testverfahren – bei Rassen mit Pflicht-Anforderungen im Schnitt 4,8 je Rasse

Für die 434 Rassen mit Pflicht-Anforderungen (Stufe L1) verzeichnet unser Datensatz im Schnitt 4,8 solcher Anforderungen je Rasse, darunter auch Zuchtkriterien ohne Krankheitsbezug wie den DNA-Identitätsnachweis oder die Wesensbeurteilung.

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Rassen mit Bestnoten und mit den niedrigsten Noten

Berücksichtigt sind nur Rassen mit eigener Rassenseite auf HonestDog (151 von 482). Jede Zeile führt zur Rassenseite mit der Begründung der Note.

Bestnoten (S und A)

Bei kleinen, wenig erforschten Rassen spiegelt eine gute Note auch die dünnere Datenlage wider.

Niedrigste Noten (D und E)

Die Note ergibt sich aus allen erfassten Erkrankungen und rassetypischen Belastungen wie Brachyzephalie, Herzerkrankungen oder Magendrehung, nicht aus der Zahl der Pflicht-Anforderungen. Diese ist zwischen Rassen nicht vergleichbar und bei einzelnen Rassen unvollständig.

Warum wir für Qualzucht-Rassen keine Züchter vermitteln

Diese 6 Rassen stufen wir wegen Qualzucht-Merkmalen – vor allem extremer Kurzköpfigkeit (Brachyzephalie) – als kritisch ein. Wir nennen und bewerten sie, damit Interessierte die gesundheitlichen Risiken kennen.

Für Rassen, die wir wegen Qualzucht-Merkmalen als kritisch einstufen, vermittelt HonestDog keine Züchter und gibt keine Kaufempfehlungen. Wir nennen und bewerten diese Rassen, damit ihre gesundheitlichen Risiken bekannt sind.

Zusätzlich vermitteln wir für den Cavalier King Charles Spaniel (wegen Herz- und Nervenerkrankungen) und den King Charles Spaniel (wegen Kurzköpfigkeit) keine Züchter.

Methodik

Was der Datensatz ist

Der Datensatz umfasst 482 Hunderassen einschließlich Varietäten und Kreuzungen, einen Katalog mit 914 Einträgen – 884 Erkrankungen und gesundheitsrelevante Erbmerkmale (teils auf Ebene einzelner Genvarianten) sowie 30 Zuchtkriterien ohne Krankheitsbezug wie DNA-Identitätsnachweis oder Wesensbeurteilung – und 457 benannte Testverfahren. Die 4.633 Zuordnungen von Rasse und Eintrag sind in drei Stufen eingeteilt: L1 (2.070) steht für Pflicht-Anforderungen – Untersuchungen, die ein Zuchtverein vorschreibt oder die wir, wo uns keine Vereinsunterlagen vorliegen, als Mindestprogramm führen (Herkunft: siehe unten) –, L2 (2.157) für verantwortungsvolle Ergänzungen, L3 (406) für weitere dokumentierte Einträge. 151 Rassen haben eine eigene Rassenseite auf honestdog.de; Tabellen und Rassen-Links in diesem Report beschränken sich auf sie, die Kennzahlen und der CSV-Download beziehen alle 482 Rassen ein.

Quellen

Grundlage sind die Zuchtordnungen der Rassezuchtvereine im VDH und in der FCI; wo keine deutsche Quelle zugänglich war, die Codes of Ethics der US-Rasseclubs (AKC Parent Clubs). Erkrankungen und Erbgänge stammen unter anderem aus CIDD (University of Prince Edward Island) und OMIA (University of Sydney), Testverfahren aus den Protokollen der OFA und der Vereine.

Worauf „Pflicht“ beruht

Von den 2.070 Pflicht-Anforderungen (L1) sind 667 (32 %) direkt mit der Zuchtordnung des Vereins als Quelle verlinkt. Bei den übrigen ist „Pflicht“ unsere Einstufung, kein von uns belegtes Vereinsgebot: Sie stammen aus unserem früheren Gesundheitskatalog (837), beruhen auf KI-gestützter Recherche ohne verlinkte Vereinsquelle (391, davon 214 für Rassen ohne zugängliche Vereinsunterlagen), stammen aus Fachdatenbanken wie CIDD oder sind von der Elternrasse übernommen. Außerdem ordnet der Datensatz 856 Einträge bei 237 Rassen einem namentlich genannten Verein zu; bei 189 davon fehlt die verlinkte Quelle, die Vereinsangabe ist dort unbestätigt. Namensvarianten desselben Vereins haben wir vor dem Zählen zusammengeführt; Dachverbände wie der VDH zählen nicht als eigener Verein.

Wie die Noten entstehen

Jede Rasse erhält eine Note von S (geringstes Risiko) bis E (hohes Risiko). Die Noten sind populationsrelativ: Eine KI vergleicht Zahl, Schwere und Erbgang der erfassten Erkrankungen einer Rasse mit der Verteilung über alle Rassen und berücksichtigt extreme Kurzköpfigkeit (Brachyzephalie); sie schlägt Note und rassespezifische Begründung vor. Alle 482 Noten sind unveränderte KI-Vorschläge – bisher wurde keine manuell überschrieben (0 von 482) – und wurden zwischen 20. Mai 2026 und 27. Juli 2026 berechnet; der Datenbestand zu Erkrankungen und Zuchtprogrammen hat sich danach teilweise geändert. Die Zahl der L1-Einträge einer Rasse erklärt ihre Note deshalb nicht und ist zwischen Rassen nicht vergleichbar. Erkrankungen und Zuchtprogramme werden turnusmäßig etwa alle sechs Monate KI-gestützt gegen aktuelle Quellen erneut geprüft (zuletzt 28. Juli 2026); die Noten werden dabei nicht automatisch neu berechnet.

Grenzen

Die Noten sind eine Einordnung auf Rassenebene, keine tierärztliche Diagnose und keine Aussage über einen einzelnen Hund. Vereine ändern ihre Zuchtordnungen; maßgeblich ist immer die aktuelle Fassung des Vereins. Bei Rassen mit wenigen zugänglichen Quellen beruht das Zuchtprogramm teilweise auf einer KI-gestützten Experteneinschätzung. Auch die Auswertung der Zuchtordnungen erfolgt KI-gestützt und wurde nicht lückenlos manuell geprüft; einzelne Anforderungen können fehlen. Wenige oder keine erfassten Anforderungen sind kein Gesundheitsnachweis: Bei kleinen, wenig erforschten Rassen spiegelt eine gute Note auch die dünne Datenlage wider.

Interessenkonflikt

HonestDog finanziert sich über Gebühren, die Züchter für vermittelte Anfragen zahlen. Die Noten werden unabhängig davon berechnet; Züchter haben keinen Einfluss darauf.

Stichtag der Datenerhebung: 5. Oktober 2026.

Daten nutzen und zitieren

Der Datensatz steht unter der Lizenz CC BY 4.0: Du darfst ihn frei verwenden, auch kommerziell, wenn du HonestDog als Quelle nennst und verlinkst.

CSV herunterladen

Eine Zeile je Rasse (482 Rassen): Rassenseite ja/nein, Note, Zahl der Pflicht-Anforderungen (alle und gesundheitliche), verlinkte Zuchtordnung, Zuchtverein (nur bei verlinkter Zuchtordnung; Dachverbände wie VDH oder AKC bleiben leer), URL, Lizenz.

Diese Studie zitieren

Du schreibst über diese Daten? Übernimm den fertigen Link oder die Quellenangabe.

Als Link (HTML)

<a href="https://www.honestdog.de/de/ratgeber/hunderassen-gesundheitsreport-2026">HonestDog Hunderassen-Gesundheitsreport 2026 (Stand Oktober 2026)</a>

Als Quellenangabe (Text)

Quelle: HonestDog Hunderassen-Gesundheitsreport 2026, Stand Oktober 2026, https://www.honestdog.de/de/ratgeber/hunderassen-gesundheitsreport-2026

Die Daten sind unter CC BY 4.0 frei nutzbar, mit HonestDog als Quelle. Wir freuen uns über einen Link zur Quelle.

Presseanfragen, Interviews und Grafiken: zum Medienbereich

Häufige Fragen zum Report

Wie entstehen die Gesundheitsnoten?

Eine KI schlägt für jede Rasse eine Note von S bis E und eine Begründung vor, abgeleitet aus Zahl, Schwere und Erbgang der erfassten Erkrankungen im Vergleich zu allen Rassen. Die Noten sind unveränderte KI-Vorschläge: bisher wurde keine manuell überschrieben, und berechnet wurden sie zwischen Mai und Juli 2026 (Details in der Methodik). Sie sind eine Einordnung, keine tierärztliche Diagnose.

Was bedeutet Stufe L1?

L1 sind Pflicht-Anforderungen: Untersuchungen, die ein Zuchtverein vor der Zucht vorschreibt – etwa ein HD-Röntgen oder eine Augenuntersuchung – oder die wir dort, wo uns keine Vereinsunterlagen vorliegen, als Mindestprogramm führen. Bei rund einem Drittel ist die Zuchtordnung direkt verlinkt. L2 sind sinnvolle Ergänzungen verantwortungsvoller Züchter, L3 weitere dokumentierte Einträge.

Was bedeutet Qualzucht?

Qualzucht heißt: Hunde werden so gezüchtet, dass ihren Nachkommen erblich bedingt Schmerzen, Leiden oder Schäden drohen – etwa Atemnot durch eine extrem kurze Nase. In Deutschland verbietet § 11b des Tierschutzgesetzes Zucht, bei der das zu erwarten ist (Stand Oktober 2026; eine Novelle liegt dem Bundestag vor).

Darf ich die Daten verwenden?

Ja. Der Datensatz steht unter CC BY 4.0. Bitte nenne als Quelle „HonestDog Hunderassen-Gesundheitsreport 2026“ und verlinke diese Seite.

Werden die Zahlen aktualisiert?

Der Report erscheint jährlich als neue Ausgabe. Die Zahlen dieser Ausgabe bleiben nach der Veröffentlichung unverändert; Korrekturen kennzeichnen wir sichtbar. Die Noten auf den Rassenseiten können sich zwischen zwei Ausgaben ändern.

Verkauft HonestDog Hunde?

Nein. HonestDog verbindet Interessierte mit Züchtern und Tierschutzorganisationen und verkauft selbst keine Tiere.

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