Ein Akita verschenkt sein Herz nicht sofort. Bei deinen ersten Besuchen im Tierheim wird er dir wahrscheinlich reserviert und distanziert begegnen. Das ist kein Desinteresse, sondern rassetypische Würde. Hat er dich jedoch als seine Bezugsperson akzeptiert, gewinnst du einen tief verbundenen, liebevollen Begleiter, der durch dick und dünn geht.
Gesundheitlich gelten Akitas aus guter Zucht als robuste Hunde mit einer Lebenserwartung von 10 bis 15 Jahren. Dennoch bringt die Rasse spezifische Risiken für Autoimmunerkrankungen, Hüftgelenksdysplasie (HD) und verschiedene Augenkrankheiten mit. Während gesundheitsorientierte Züchter ihre Elterntiere per Röntgen auf HD (im DCNH vorgeschrieben) sowie klinisch auf Augenanomalien wie Katarakt, Entropium, Distichiasis oder Retinadysplasie untersuchen lassen und auf Zahnschmelzhypoplasie (Amelogenesis Imperfecta) prüfen, um das Risiko für den Nachwuchs zu senken, ist die Herkunft im Tierschutz oft unbekannt. Stammt der Hund von unseriösen Vermehrern, fehlen diese Vorsorgeuntersuchungen der Eltern meist komplett.
Achte bei einem Tierheim-Akita deshalb besonders auf erste Anzeichen von rassetypischen Autoimmunerkrankungen der Haut wie Sebadenitis oder Pemphigus sowie auf Veränderungen an den Augen (wie Mikrophthalmie oder eine generalisierte Progressive Retinale Atrophie). Meist sind im Tierheim Impfungen, Chip und eine tierärztliche Eingangsuntersuchung bereits abgedeckt; lass dir die vorhandenen Unterlagen und Befunde vorab genau zeigen.
Kostenvergleich: Adoptionsgebühr im Tierheim vs. Züchterkauf
Ein Welpe vom seriösen Züchter kostet zwischen 1.500 und 3.000 Euro. Wenn du hingegen einen Akita aus dem Tierheim adoptierst, fällt lediglich eine Schutzgebühr an, die meist deutlich im unteren dreistelligen Bereich liegt. Plane das gesparte Geld am besten direkt als gesundheitliches Polster sowie für eine hochwertige Erstausstattung ein – von einem gut sitzenden Sicherheitsgeschirr über stabile Leinen bis hin zu Bürsten für das dichte, gerade Fell mit seiner üppigen Unterwolle.