Akitas gelten bei guter Zucht als robuste Hunde mit einer Lebenserwartung von 10 bis 15 Jahren. Dennoch bringt die Rasse spezifische gesundheitliche Risiken für Hüften, Augen und das Immunsystem mit, über die du vor dem Kauf genau Bescheid wissen musst.
Da Rüden eine Schulterhöhe von 64 bis 70 cm und ein Gewicht von 35 bis 50 kg erreichen, steht der Bewegungsapparat unter hoher Belastung. Eine Röntgenuntersuchung der Elterntiere auf Hüftgelenksdysplasie (HD) ist im Deutschen Club für Nordische Hunde e.V. (DCNH) vorgeschrieben und senkt das Risiko für Gelenkprobleme beim Nachwuchs deutlich. Ebenso wichtig ist die umfassende klinische Augenuntersuchung der Zuchttiere. Zum empfohlenen Gesundheits-Standard der Rasse gehören hier Prüfungen auf diverse Augenanomalien, darunter Katarakt, Entropium und Ektropium, Distichiasis, Hornhautdystrophie, Linsenluxation, Retinadysplasie, Pektinatbanddysplasie, Optikusnervhypoplasie und Mikropapille sowie persistierende Strukturen wie PPM und PHTVL/PHPV. Ergänzend gehört die Untersuchung auf Amelogenesis Imperfecta (eine Zahnschmelzhypoplasie) zum empfohlenen Gesundheits-Standard der Rasse.
Eine Besonderheit beim Akita sind Autoimmunerkrankungen der Haut wie Sebadenitis (eine Entzündung der Talgdrüsen, die zu Haarausfall und Hautveränderungen führt) und Pemphigus. Auch weitere Augenthemen wie Mikrophthalmie oder eine generalisierte progressive retinale Atrophie (PRA) kommen in der Rasse vor. Da es für komplexe Autoimmungeschehen keine einfachen Gentests gibt, arbeiten seriöse Züchter hier über genaue Linienkenntnis: Sie beobachten das Auftreten von Sebadenitis oder Pemphigus in den Stammbäumen und nehmen betroffene Hunde aus der Zucht, um das Risiko für die Welpen zu senken. Im Alltag solltest du auf eine gelenkschonende Aufzucht, ein schlankes Gewicht und frühe Veränderungen an Haut, Krallen oder Augen achten.