Bei einem erwachsenen Hund aus dem Tierschutz bekommst du ein Überraschungspaket mit bereits geformter Persönlichkeit. Viele Bullys zeigen sich im Tierheim gestresst, weil ihnen der enge Kontakt zu ihren Menschen fehlt, blühen in einem stabilen Zuhause aber schnell auf. Da die Trainierbarkeit bei 3 von 5 Punkten liegt, brauchst du Geduld, Humor und eine klare, liebevolle Konsequenz.
Gesundheitliche Besonderheiten realistisch einplanen
American Bullys haben durch ihren massiven Körperbau und die oft verkürzte Schnauze deutlich erhöhte Gesundheitsrisiken – vor allem bei Atmung, Gelenken und dem Herzen. Ein gesundheitsorientierter Züchter (etwa im American Bully Club Deutschland im DZR e.V.) lässt seine Zuchttiere vor einem Zuchteinsatz per Röntgen und klinischen Untersuchungen auf Hüftgelenksdysplasie (HD), Ellenbogendysplasie (ED), Osteochondritis dissecans (OCD), Komplexe Wirbelmissbildung (CVM), Patellaluxation (PL), Herzerkrankungen sowie Augenlidstellungen (Ektropium/Entropium) und das Brachyzephale Syndrom (BOAS) untersuchen und prüft den Status der Fellfarbe Merle (die mit Augen- und Gehörschäden verknüpft sein kann). Diese Untersuchungen senken das Risiko für schwere Skelett-, Herz- und Atemprobleme bei den Nachkommen deutlich.
Bei einem Tierheimhund ist die medizinische Vorgeschichte der Eltern meist unbekannt. Zudem kommen in der Rasse weitere Themen wie Neuronale Ceroid Lipofuszinose, Hyperuricosurie, Degenerative Myelopathie, Ichthyose und Cystinurie vor. Achte deshalb besonders auf die Atmung und den Bewegungsapparat deines Schützlings, halte sein Gewicht strikt niedrig und meide Hitze sowie Überanstrengung.