Beschreibung
Der Australian Cattle Dog, auch bekannt als Blue Heeler oder Queensland Heeler, ist ein mittelgroßer Hund mit starken, muskulösen Linien und einem kurzen, wetterfesten Fell. Sie gehören zur FCI-Gruppe 1, die Hütehunde und Treibhunde umfasst. Ihre Augen sind mandelförmig und zeigen stets einen intelligenten, wachsamen Ausdruck. Die Ohren sind breit, hoch angesetzt und stehen immer aufmerksam aufrecht. Eine Besonderheit des Australian Cattle Dogs ist der "Bentley Star", eine kleine weiße Fellpartie auf der Stirn, die von vielen, aber nicht allen Hunden dieser Rasse getragen wird. Es gibt keine Unterscheidung zwischen Leistungs- und Showlinien in dieser Rasse, da sie generell auf Arbeitsfähigkeiten und Gesundheit hin gezüchtet wird.
ACDs haben einen enormen Arbeitseifer und zeichnen sich beim Jagen, Jagen und natürlich beim Treiben von Vieh aus. Ihre grenzenlose Energie und ihr geschmeidiges Gangwerk machen sie zu hervorragenden Laufpartnern. ACDs sind ausgesprochen loyal, bekanntlich intelligent, stets wachsam und misstrauisch gegenüber Fremden. Wenn ein ACD nicht gefordert wird, langweilt er sich leicht und macht Unfug. Es wird empfohlen, dass ACD-Besitzer mit ihrem Hund an einer Arbeit, einem Sport oder regelmäßiger Bewegung teilnehmen, um ihn geistig und körperlich fit zu halten. Diese widerstandsfähigen Hütehunde sind intelligent genug, um ihre Besitzer regelmäßig zu überlisten. Obwohl der Australian Cattle Dog ein eher mittelgroßer Hund ist, übertrifft sein Energiepotenzial seine Größe. Tatsächlich ist der Australian Cattle Dog ein sehr energetischer Hund der viel Auslauf und Training erfordert. Dem solltest Du Dir bewusst sein, wenn Du mit dem Gedanken spielst einen Australian Cattle Dog Welpen zu kaufen. Es ist daher nicht verwunderlich, dass sich dieser treue Begleiter besonders über ein Zuhause mit Garten freuen würde. Außerdem sollte Dir bewusst sein, dass die Rasse haart. Aber keine Sorge, Denn mit der richtigen Pfelge und einer Fellbürste werden Dir die vielen Haare keine Probleme bereiten. Du hast bereits etwas Erfahrung mit Hunden? Perfekt! Denn für diese Rasse ist es wichtig, gewisse Vorkenntnisse mitzubringen. Die durchscnittliche Lebenserwartung des Australian Cattle Dog's entspricht ca. 14 Jahre.
Herkunft & Geschichte

Die Wurzeln des Australian Cattle Dogs führen zurück in die Mitte des 19. Jahrhunderts in Australien. Zu dieser Zeit waren die Siedler auf der Suche nach einem robusten, widerstandsfähigen Hund, der in der Lage war, die Rinder auf den ausgedehnten, oft unwirtlichen Weiden zu hüten und zu treiben. Die ersten Hunde, die für diesen Zweck importiert wurden, waren vermutlich Collies und andere britische Hütehunde, aber diese konnten den extremen Bedingungen Australiens nicht standhalten.
Um einen widerstandsfähigeren Hund zu schaffen, kreuzten die Züchter diese Hütehunde mit dem einheimischen Dingo. Es wird angenommen, dass weitere Rassen wie der Dalmatiner, der Black and Tan Kelpie und möglicherweise auch der Bullterrier eingekreuzt wurden, um das Erscheinungsbild, das Temperament und die Arbeitsfähigkeiten des heutigen Australian Cattle Dogs zu formen.
Die Rasse wurde 1893 vom australischen Züchter Robert Kaleski standardisiert und ist seit 1903 offiziell als eigenständige Rasse anerkannt. Obwohl sie ursprünglich ausschließlich als Arbeitshund gezüchtet wurde, hat sie sich aufgrund ihrer Intelligenz, Loyalität und Vielseitigkeit auch als Familien- und Begleithund einen Namen gemacht.
Wesen & Character
Der Australian Cattle Dog ist ein außergewöhnlich energiegeladener, intelligenter und engagierter Hund. Ursprünglich dafür gezüchtet, Vieh über weite
Strecken in rauem Gelände zu treiben, sind sie für ihre unermüdliche Ausdauer und ihre Bereitschaft, hart zu arbeiten, bekannt. Sie sind außergewöhnlich loyal gegenüber ihrer Familie und entwickeln oft eine enge Bindung an eine bestimmte Person.
Aufgrund ihres Hütehund-Erbes haben Australian Cattle Dogs eine natürliche Wachsamkeit und können bei ungewohnten Geräuschen oder Bewegungen alarmiert sein. Sie sind in der Regel zurückhaltend gegenüber Fremden, zeigen aber keine Aggression, solange sie nicht eine Bedrohung für sich oder ihre Familie wahrnehmen. Mit ihrer Familie sind sie jedoch ausgesprochen liebevoll und geniessen es, Teil der täglichen Aktivitäten zu sein.
Obwohl sie keine traditionellen Jagdhunde sind, haben Australian Cattle Dogs einen ausgeprägten Beutefanginstinkt. Sie sind fähige Jäger von Nagetieren und anderen kleinen Tieren, wenn sie die Gelegenheit dazu bekommen. Dies kann durch Training und Sozialisation gesteuert werden, aber Interessenten sollten sich dieser Eigenschaft bewusst sein.
Australian Cattle Dogs sind sehr intelligent und lernfähig, aber sie benötigen eine konsequente und liebevolle Erziehung. Sie neigen dazu, ihren eigenen Kopf zu haben und können ohne klare Führung dominant und eigensinnig sein. Sie sind aber auch sehr lernfähig und ansprechbar auf positive Verstärkung, insbesondere wenn die Trainingseinheiten abwechslungsreich und herausfordernd gestaltet sind.
Eine besondere Eigenschaft dieser Rasse ist ihre Fähigkeit, auch alleine gut zurechtzukommen. Während sie es lieben, Zeit mit ihrer Familie zu verbringen, sind sie auch unabhängig und können sich selbst beschäftigen, wenn sie genügend körperliche und geistige Anregung haben. Allerdings sollten sie nicht für lange Zeit alleine gelassen werden, da sie sich dann schnell langweilen können und destruktives Verhalten zeigen.
Die Verwendung des Australian Cattle Dogs basiert auf seinem Wesen und seiner Geschichte als Arbeitshund. Sie eignen sich hervorragend für Hundesportarten wie Agility, Obedience, Rally Obedience oder Dog Dancing. Ihre hohe Intelligenz und ihr Bedürfnis nach Beschäftigung macht sie auch zu ausgezeichneten Therapie- oder Assistenzhunden. Aber auch als aktive Familienhunde, die gerne wandern oder joggen, sind sie gut geeignet. Bei ausreichender körperlicher und geistiger Auslastung sind sie auch in der Wohnung gut zu halten.
Offenheit gegenüber Fremden
Gesundheit
Der Australian Cattle Dog ist eine insgesamt gesunde Rasse, die für ihre Langlebigkeit bekannt ist, wobei viele Hunde 12 bis 15 Jahre oder länger leben. Sie sind jedoch, wie alle Hunderassen, für einige gesundheitliche Probleme anfällig. Besonders hervorzuheben sind hierbei progressive Retinaatrophie (PRA), eine Augenerkrankung, die zur Erblindung führen kann, sowie Taubheit, die sowohl einseitig als auch beidseitig auftreten kann. Einige Hunde dieser Rasse können zudem anfällig für Hüftdysplasie sein, eine Entwicklungsstörung der Hüftgelenke.
Die Züchter, mit denen wir arbeiten, führen Gesundheitsuntersuchungen durch und bieten eine Gesundheitsgarantie, um sicherzustellen, dass Du einen gesunden Welpen erhältst. Aber trotzdem ist es wichtig, dass Du als zukünftiger Besitzer Dir bewusst bist, dass diese Rasse aufgrund der geringen genetischen Diversität, die aus ihrer beschränkten Gründungspopulation resultiert, diese genetischen Probleme hat.
Impfungen sind ein wichtiger Teil der Gesundheitsvorsorge für jeden Hund. Die Grundimmunisierung erfolgt bei Welpen ab einem Alter von 8 Wochen 2-3 mal im Abstand von 3-4 Wochen, bis sie 16 Wochen alt und erneut mit 15 Monaten. Danach werden die meisten Impfungen alle 1 bis 3 Jahre aufgefrischt. Die spezifischen Impfungen, die Dein Hund benötigt, können je nach Standort und Lebensstil variieren, aber in der Regel gehören dazu Impfungen gegen Staupe, Parvovirose, Leptospirose, Hepatitis, Tollwut, Tetanus und Zwingerhusten. Jedoch gibt es in Deutschland keine vorgeschriebene Impfpflicht für Hunde. Du solltest Dich mit einem Tierarzt beraten, um sicherzustellen, dass Dein Welpe den besten Impfschutz erhält. Es ist auch ratsam, regelmäßig gegen Parasiten wie Flöhe und Zecken vorzubeugen.
In Bezug auf die Qualzucht ist es bei Australian Cattle Dogs weniger ein Problem, da sie als Arbeitshunde gezüchtet wurden und nicht für ein bestimmtes Aussehen. Sie sollten jedoch immer von einem verantwortungsbewussten Züchter kommen, der die Gesundheit und das Wohlbefinden der Hunde als oberste Priorität sieht.
Was erwartet Dich?
Einen Hund zu besitzen, ist nicht nur ein Privileg, sondern auch eine Verantwortung. Wenn Du einen Hund in Dein Leben aufnehmen möchtest, musst Du Dir darüber im Klaren sein, welche Verpflichtung die Hundehaltung mit sich bringt.
Australian Cattle Dogs sind sehr aktive und intelligente Hunde, die viel Bewegung und geistige Anregung benötigen. Sie eignen sich daher nicht als Stadthunde. Sie sind in der Regel gut mit Kindern, können aber aufgrund ihrer Hüteinstinkte zu ruppigem Spiel neigen. Daher und aufgrund ihres hohen Energielevels sind sie keine typischen Familienhunde. In Bezug auf andere Haustiere, insbesondere Katzen, kann ihre Hüteinstinkt eine Herausforderung sein. Mit früher und konsequenter Sozialisation können sie jedoch lernen, friedlich mit anderen Haustieren zusammenzuleben.
Australian Cattle Dogs sind intelligent und eifrig zu lernen, was sie zu ausgezeichneten Kandidaten für Hundesportarten wie Agility, Obedience und Flyball macht. Sie benötigen eine Menge Bewegung und mentale Stimulation, um glücklich und ausgeglichen zu bleiben. Es ist wichtig, sie nicht zu "überbeschäftigen", da sie ansonsten nervös und hyperaktiv werden können. Sie neigen auch dazu, "Balljunkies" zu werden, also ist es wichtig, eine Vielfalt von Aktivitäten anzubieten. Training für Frustrationstoleranz und Impulskontrolle kann sehr vorteilhaft sein, da es ihnen hilft, ihre natürlichen Hüteinstinkte zu kontrollieren.
Australian Cattle Dogs haben eine robuste Konstitution und sind in der Regel keine wählerischen Esser. Sie brauchen jedoch eine ausgewogene Ernährung mit genügend Protein und Fett, um ihre hohe Energie und Muskelmasse zu unterstützen. Ihr Fell ist kurz, aber dicht, mit einer wasserdichten Unterwolle. Daher haaren sie mäßig und benötigen regelmäßiges Bürsten, um lose Haare zu entfernen und ihre Haut gesund zu halten. Sie kommen mit dem Klima in Deutschland gut zurecht, aber es ist wichtig zu beachten, dass sie bei extrem kalten Temperaturen zusätzlichen Schutz benötigen können.