Im Saarland gelten drei Rassen als gefährlich: American Pit Bull Terrier, American Staffordshire Terrier und Staffordshire Bullterrier, plus Kreuzungen. Als Halter brauchst du dafür eine behördliche Genehmigung, einen Sachkundenachweis und eine Hundehaftpflichtversicherung. Ein bestandener Wesenstest kann die Gefährlichkeitseinstufung widerlegen, dann entfallen alle Auflagen. Dieser Ratgeber zeigt dir, welche Pflichten für dich als Halter im Saarland gelten.
Listenhunde Saarland auf einen Blick
- Rasseliste: American Pit Bull Terrier, American Staffordshire Terrier, Staffordshire Bullterrier, plus Kreuzungen
- Einzelfall: jede Rasse kann als gefährlich gelten, wenn der Hund sich als bissig erwiesen hat, in aggressiver Weise gesprungen ist oder auf Angriffslust gezüchtet oder ausgebildet wurde
- Pflichten: behördliche Genehmigung, Sachkundenachweis, Hundehaftpflichtversicherung mit mindestens 1 Mio. € Deckung für Personenschäden und 500.000 € für Sachschäden
- Mindestalter: 18 Jahre für Halter
- Alltagsregeln: Leinen- und Maulkorbpflicht außerhalb des eigenen Grundstücks, Zucht-, Vermehrungs- und Handelsverbot
- Hundesteuer: 90 bis 120 € für den ersten Hund, in einigen Kommunen 510 bis 540 € für gefährliche Hunde (Saarbrücken erhebt keine gesonderte Kampfhundesteuer)
Rechtsgrundlage
Polizeiverordnung über den Schutz der Bevölkerung vor gefährlichen Hunden im Saarland (HuV SL) vom 15. Dezember 2022 (in Kraft getreten am 23. Dezember 2022) — keine Kategorienunterteilung.
Gefährliche Hunde
Im Saarland gelten drei Rassen plus Kreuzungen als gefährlich:
- American Pit Bull Terrier
- American Staffordshire Terrier
- Staffordshire Bullterrier
Zusätzlich kann ein Hund jeder Rasse im Einzelfall als gefährlich gelten, wenn er sich als bissig erwiesen hat, in aggressiver Weise gesprungen ist oder auf Angriffslust gezüchtet/ausgebildet wurde.
Was Halter brauchen
- Behördliche Genehmigung für die Haltung
- Sachkundenachweis
- Hundehaftpflichtversicherung — Mindestdeckung 1 Mio. € Personenschäden, 500.000 € Sachschäden
- Jährlicher Nachweis, dass die Versicherung besteht
- Mindestalter Halter: 18 Jahre
- Wesenstest kann die Gefährlichkeitseinstufung widerlegen — dann entfallen alle Auflagen
Versicherung
Pflicht für gefährliche Hunde mit besonders hoher Mindestdeckung (1 Mio. € Personenschäden).
Alltagsregeln
- Leinen- und Maulkorbpflicht außerhalb des eigenen Grundstücks
- Zucht-, Vermehrungs- und Handelsverbot
- Befreiungen möglich nach erfolgreichem Wesenstest
Hundesteuer-Beispiele
| Stadt | Erster Hund | Gefährlicher Hund |
|---|---|---|
| Saarbrücken | 120 € | 120 € (keine gesonderte Kampfhundesteuer) |
| Neunkirchen | 96 € | 540 € |
| Homburg | 102 € | 510 € |
| Völklingen | 90 € | 540 € |
Ansprechpartner
Örtliche Ordnungsbehörde · Tierärztekammer Saarland
Häufig gestellte Fragen zu Listenhunden im Saarland
Ist der American Pit Bull Terrier im Saarland ein Listenhund?
Ja, er steht auf der Liste der drei gefährlichen Rassen im Saarland, zusammen mit American Staffordshire Terrier und Staffordshire Bullterrier.
Ist der Bullterrier im Saarland ein Listenhund?
Nein, der Standard-Bullterrier ist im Saarland kein Listenhund nach der Hundeverordnung.
Welche Auflagen gelten für Listenhunde im Saarland?
Du brauchst eine behördliche Genehmigung, einen Sachkundenachweis und eine Hundehaftpflichtversicherung mit mindestens 1 Mio. € Deckung für Personenschäden und 500.000 € für Sachschäden. Das Mindestalter für Halter liegt bei 18 Jahren.
Was kostet die Hundesteuer für Listenhunde im Saarland?
Das hängt von der Kommune ab. In Neunkirchen und Völklingen werden beispielsweise 540 € und in Homburg 510 € fällig. Saarbrücken erhebt hingegen keine gesonderte Kampfhundesteuer; dort kostet der erste Hund regulär 120 € (168 € für jeden weiteren Hund).
Kann ich die Einstufung als gefährlicher Hund widerlegen?
Ja, mit einem bestandenen Wesenstest entfallen im Saarland alle Auflagen für den Hund.



