Wer in Berlin einen der drei gelisteten Hunde hält, unterliegt besonderen Auflagen: Das Berliner Hundegesetz regelt Sachkunde, Versicherung und Steuer für Listenhunde in Berlin.
In Berlin gelten nur drei Rassen als Listenhunde: American Pit Bull Terrier, American Staffordshire Terrier und Bullterrier. Für sie brauchst du einen Sachkundenachweis, einen Wesenstest, ein polizeiliches Führungszeugnis und eine Erlaubnis vom Veterinär- und Lebensmittelaufsichtsamt. Für alle Hunde in Berlin gilt außerdem eine Hundehaftpflichtversicherung. Dieser Ratgeber zeigt dir, welche Pflichten für gelistete und normale Hunde in Berlin gelten und was die Hundesteuer kostet.
Listenhunde Berlin auf einen Blick
- Rassen: American Pit Bull Terrier, American Staffordshire Terrier, Bullterrier
- Nicht gelistet: Der Staffordshire Bullterrier gilt in Berlin nicht als Listenhund
- Pflichten für gelistete Hunde: Sachkundenachweis, Wesenstest, polizeiliches Führungszeugnis, Erlaubnis vom Veterinär- und Lebensmittelaufsichtsamt
- Pflicht für alle Hunde: Hundehaftpflichtversicherung, Mikrochip-Kennzeichnung, Eintrag im Berliner Hunderegister
- Alltagsregeln: generelle Leinenpflicht, Maulkorbpflicht nur für gelistete Hunde
- Hundesteuer: 120 € pro Hund und Jahr, kein Aufschlag für gelistete Hunde
Rechtsgrundlage
Grundlage ist das Berliner Hundegesetz (HundeG Berlin). Anders als die meisten Bundesländer verzichtet Berlin auf eine Kategorien-Einteilung — die Liste ist kurz.
Gefährliche Hunde
Nur drei Rassen plus deren Kreuzungen gelten in Berlin per Gesetz als gefährlich:
- American Pit Bull Terrier
- American Staffordshire Terrier
- Bullterrier
Diese kurze Liste ist eine Berliner Besonderheit: Der Staffordshire Bullterrier ist hier nicht enthalten.
Was Halter brauchen
Für gelistete Hunde:
- Sachkundeprüfung / Sachkundenachweis — Pflicht
- Wesenstest des Hundes
- Polizeiliches Führungszeugnis
- Hundehaftpflichtversicherung
- Erlaubnis zur Haltung vom zuständigen Veterinär- und Lebensmittelaufsichtsamt
Für alle Hunde in Berlin, unabhängig von der Rasse:
- Hundehaftpflichtversicherung ist Pflicht
- Eintrag im Berliner Hunderegister
Versicherung
Pflicht für alle Hunde, nicht nur für gelistete. Berlin ist eines von sieben Bundesländern mit allgemeiner Hundehaftpflicht-Pflicht.
Alltagsregeln
- Generelle Leinenpflicht für alle Hunde in öffentlichen Bereichen
- Maulkorbpflicht für gelistete Hunde
- Kennzeichnungspflicht (Mikrochip) für alle Hunde
Hundesteuer
In Berlin zahlst du 120 € pro Hund und Jahr — unabhängig davon, ob dein Hund gelistet ist. Berlin gehört zu den wenigen deutschen Großstädten ohne Listenhund-Aufschlag in der Hundesteuer.
Ansprechpartner
Deine Ansprechpartner: Bezirksamt / Veterinär- und Lebensmittelaufsicht sowie die Tierärztekammer Berlin.
Häufig gestellte Fragen zu Listenhunden in Berlin
Ist der American Pit Bull Terrier in Berlin ein Listenhund?
Ja. Der American Pit Bull Terrier ist eine von drei Rassen, die in Berlin als gefährlich gelten, zusammen mit dem American Staffordshire Terrier und dem Bullterrier.
Ist der Staffordshire Bullterrier in Berlin ein Listenhund?
Nein. Der Staffordshire Bullterrier ist in Berlin nicht gelistet, das ist eine Berliner Besonderheit.
Welche Auflagen gelten für Listenhunde in Berlin?
Du brauchst einen Sachkundenachweis, einen bestandenen Wesenstest, ein polizeiliches Führungszeugnis, eine Hundehaftpflichtversicherung und eine Erlaubnis vom Veterinär- und Lebensmittelaufsichtsamt.
Was kostet die Hundesteuer in Berlin?
120 € pro Hund und Jahr, unabhängig davon, ob dein Hund gelistet ist. Berlin verlangt keinen Aufschlag für Listenhunde.
